Publiziert 20. Sep. 2022, 14:23
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«Strong Women Convention»

Wo Frauen Klartext reden

Mit Frauen Klartext reden und sie mit Gleichgesinnten vernetzen. Das will die «Strong Women Convention», die am 22. September zum zweiten Mal in Winterthur stattfindet.

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Ramona Kobe

Anderer Standort, neues Motto, gleiches Ziel: Die «Strong Women Convention» will Frauen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, mit Gleichgesinnten zusammenbringen. Obwohl der Name darauf schliessen liesse, sei der Anlass nicht businessfokussiert, erklärt Franziska Kupper, die den Event zum zweiten Mal zusammen mit Silke Liebig organisiert. «Alle Frauen sind willkommen. Egal, ob sie eine Karriere im Job machen, eine Familie gründen oder beides kombinieren. Ob Single, verheiratet, getrennt lebend, mit und ohne Kinder, mit und ohne Haustiere, sportlich ambitioniert oder ‹Couch-Potato›: Dieser Event bietet all diesen Frauen eine Plattform, sich kennenzulernen und zu vernetzen.»

Für jede was dabei

Entsprechend vielfältig gestaltet sich das Programm: Jasmin Nunige, Leistungssportlerin und MS-Patientin, wird über den eigenen Körper sprechen. Patrizia Laeri und Nadine Jürgensen gründeten jüngst ein Finanz-Medien-Portal und werden an der Convention mit den Teilnehmenden eben genau darüber diskutieren: über Geld. Talk zwischen Jasmin Nunige und der Neurologin Susanne Wegener steht die Frage im Fokus, warum das Geschlecht bei Erkrankungen eine Rolle spielen kann. Und Karriere-Coach Verena Tschudi teilt ihre Erkenntnisse und Erfahrungen als Managerin, «Working-Mom» und Coach.

Das Motto des Nachmittags: Klartext. «Erstaunlicherweise reden wir Frauen viel, doch wenn es darum geht, für uns selbst einzustehen, sind wir plötzlich ganz still», sagt Organisatorin Kupper und nennt etwa Lohnverhandlungen als Beispiel.

Zweite Runde mit Anpassungen

Während sich letztes Jahr rund 60 Frauen in den Eulachhallen einfanden, werden am 22. September wesentlich mehr Teilnehmerinnen erwartet. Auch deshalb, weil die beiden Founderinnen auf Feedback hin verschiedene Anpassungen vorgenommen haben. So findet der Anlass nicht mehr den ganzen Tag, sondern nur noch halbtägig statt. «Wir haben gemerkt, dass die Teilnehmerinnen am Abend beim Apéro nach so vielen Inputs gar keine Energie mehr hatten, um sich auszutauschen, sodass der Kernpunkt, das Netzwerken, bei der Premiere etwas zu kurz kam.» Weiter haben sie sich mit dem Gate 27 für eine neue Location entschieden.

Auf die Frage hin, wie viele Frauen sich denn schon angemeldet hätten, meint Liebig: «Der Ticketverkauf läuft gut. Dass man sich nach wie vor lieber erst kurzfristig entscheidet, spüren auch wir.»

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