Publiziert 30. Nov. 2021, 17:40
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«Päckli»-Aktion von Licht im Osten aus Winterthur

Winterthur spendet 219-mal Weihnachtsfreude

Freiwillige stellten vergangenen Samstag im Einkaufszentrum Neuwiesen für die Organisation «Licht im Osten» jede Menge «Päckli» zusammen. Diese kommen weniger begünstigten Menschen in Osteuropa zugute.

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Michael Hotz

Getreu der schweizerischen Zurückhaltung schauten viele Besucherinnen und Besucher des Winterthurer Einkaufszentrums Neuwiesen letzten Samstag, 27. November, zuerst etwas argwöhnisch, als Linda à Porta sie ansprach. Viele Mienen hellten aber rasch auf, nachdem die Menschen erfahren hatten, worum es genau geht: Die christliche Hilfsorganisation Licht im Osten mit Sitz in Winterthur organisierte einen Stand, um Pakete zu schnüren, die im Rahmen der Aktion Weihnachtspäckli an bedürftige Kinder und Erwachsene in Osteuropa werden. 2020 sammelte Licht im Osten mit drei weiteren Hilfswerken schweizweit 116'000 «Päckli». Wie viele steuert Winterthur dieses Jahr bei?

Viele Passantinnen und Passanten waren spontan bereit, sich an der Aktion zu beteiligen. Sie kauften Hilfsgüter ein und brachten sie wieder beim Stand vorbei oder spendeten Geld, um die benötigten Materialien anzuschaffen. Damit alles reibungslos ablief, behielten Seraina Hartmann und Linda à Porta den Überblick. Zusammen mit weiteren Freiwilligen hatten sie eine Fassstrasse aufgebaut, in der alle Hilfsgüter schön sortiert aufgereiht waren. Mittels Packzettel stellten die Helfenden dann zwei Arten von Paketen zusammen: solche mit Lebensmitteln und Alltagsgütern für Erwachsene und solche mit Spielsachen und Süssigkeiten für Kinder. «Die beiden Paket-Varianten müssen laut den Vorgaben des Zolls den gleichen Inhalt haben», erklärte Hartmann, die 2017 mit dabei war, als Geschenke in Rumänien verteilt wurden. «Es war eindrücklich zu sehen, welche Freude die Menschen verspürten. Für sie war es eine wichtige Wertschätzung ihres Daseins.»

Seraina Hartmann war 2017 dabei, als die «Päckli» an rumänische Kinder und Erwachsene verteilt wurden.

Seraina Hartmann war 2017 dabei, als die «Päckli» an rumänische Kinder und Erwachsene verteilt wurden.
zvg

Die Sinnhaftigkeit der Aktion war auch für die Freiwilligen vor Ort ausschlaggebend, weshalb sie sich engagierten. So sagte Laura Sommer: «Es sind Geschenke, welche die Menschen wirklich brauchen können.» Ihr Kollege Etienne Steiner ergänzte: «Freiwilligenarbeit tut der Seele gut.»

Neuen «Päckli»-Rekord aufgestellt

Bis zum Schluss gaben die Helfenden vollen Einsatz, schliesslich sollte der «Päckli»-Rekord von der letztjährigen Standaktion geschlagen werden. Das gelang dann auch: «Mit den 219 Paketen verschenken wir 219-mal Weihnachtsfreude», gab sich Hartmann zum Abschluss überwältigt. Es sei ein wunderbares Gefühl, dass so viele Menschen mitgeholfen hätten, um andere zu unterstützen.

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