Publiziert 06. Sep. 2022, 09:30
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Sicherheitsbericht 2021 liegt vor

Winterthur bleibt sicherste Grossstadt der Schweiz

Die sicherste Grossstadt des Landes – das ist und bleibt Winterthur. Allerdings zeigt der aktuelle Sicherheitsbericht, dass sich die Lage in gewissen Bereichen verschlechtert hat. Der Stadtrat hat die Strategie folglich neu definiert.

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red
Wer in der Eulachstadt wohnt, kann sich glücklich schätzen. Denn: Winterthur ist nach wie vor die sicherste Grossstadt des Landes.

Wer in der Eulachstadt wohnt, kann sich glücklich schätzen. Denn: Winterthur ist nach wie vor die sicherste Grossstadt des Landes.
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Winterthur ist und bleibt die sicherste Grossstadt der Schweiz. Das zeigt der aktuelle Sicherheitsbericht, der auf den Ergebnissen einer fortlaufenden Analyse der Sicherheitslage und der Umfeldentwicklung der Stadt basiert. Gemäss Mitteilung des Departement Sicherheit und Umwelt wurde das Sicherheitskonzept nach vier Jahren umfassend neu beurteilt. Die Auswertungen ergeben ein insgesamt positives Bild: Die Verstösse und Störungen im öffentlichen Raum «bewegen sich in einem stadtverträglichen Rahmen», die Kriminalität lag 2021 auf dem tiefsten Wert der letzten acht Jahre, und das subjektive Sicherheitsgefühl ist höher als 2019.

Allerdings gibt es auch Bereiche, in denen sich die Lage in den letzten Jahren verschlechtert hat. So ist die Anzahl Verkehrsunfälle mit Verletzten in den vergangenen Jahren zwar gesunken, liegt aber noch über derjenigen des Jahrs 2014. Stark zugenommen haben die Interventionen bei der Häuslichen Gewalt. Zwischen 2014 und 2021 stiegen diese um 65 Prozent an. Zudem hat die Jugendkriminalität schweizweit in den letzten Jahren stark zugenommen – auch in Winterthur. Der religiöse Extremismus, aber auch der Links- und Rechtsextremismus sind Herausforderungen, die bestehen bleiben, heisst es seitens Stadt.

Soziale Belastung in den Quartieren bleibt unverändert

Weiter ist dem Sicherheitsbericht zu entnehmen, dass das gesellschaftliche Umfeld in der Stadt Winterthur mit den Indikatoren Bevölkerung, Alter, Geschlecht, Ausländeranteil, Arbeitslosigkeit, Sozialhilfequote, Trends und Mobilität relativ stabil ist. Die Sozialhilfequote blieb praktisch unverändert, die Arbeitslosenquote ist gesunken, der Ausländeranteil leicht gestiegen und die soziale Belastung in den Quartieren ähnlich geblieben. «Das Bevölkerungswachstum und die Mobilität nehmen laufend zu und sind für die Stadt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung», schreibt das Departement.

Vier übergeordnete Ziele

Um die Sicherheitslage in Winterthur zu verbessern oder auf hohem Niveau stabil zu halten, hat der Stadtrat vier Ziele für die kommenden vier Jahre definiert, wie er mitteilt. Es handelt sich dabei um dieselben Ziele wie in der vor vier Jahren beschlossenen Sicherheitsstrategie. Die Ziele lauten:

  • Verstösse und Störungen im öffentlichen Raum auf dem Niveau von 2018 halten
  • Verkehrsunfälle mit Verletzten reduzieren
  • Gewaltdelikte reduzieren
  • Subjektive Sicherheit halten

Um die strategischen Ziele zu erreichen, wurde zudem eine detaillierte Analyse mit Handlungsempfehlungen erarbeitet. Insgesamt bestehen bereits 17 strategische Stossrichtungen, um die übergeordneten Ziele zu erreichen. Aufgrund der Handlungsempfehlungen wurden diese mit folgenden vier weiteren strategischen Stossrichtungen ergänzt:

  • Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen verhindern
  • Ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben im öffentlichen Raum ermöglichen
  • Häusliche Gewalt reduzieren
  • Jugendkriminalität reduzieren

Die Massnahmen würden ganzheitlich und departementsübergreifend umgesetzt, schreibt der Stadtrat. Dazu würden zahlreiche Bereiche der Stadt im «Koordinations- und Beratungsgremium Sicherheit (KBS)» zusammenarbeiten, die Lage überwachen und die Aktionspläne koordinieren. Das KBS erstattet dem «Stadträtlichen Ausschusses Sicherheit» (SAS) Bericht, der sich aus den Vorstehenden der Departemente Kulturelles und Dienste, Soziales sowie Sicherheit und Umwelt zusammensetzt.

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