Publiziert 04. Nov. 2022, 07:00
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25 eingegangene Projekte

Wettbewerb für Adlergarten-Erweiterung ist entschieden

Für die Erweiterung des Alterszentrums Adlergarten lancierte die Stadt Winterthur im März einen Wettbewerb. Nun steht das Siegerprojekt fest.

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Um den Gebäudebestand im Portfolio von Alter und Pflege längerfristig zu erneuern, soll beim Alterszentrum Adlergarten ein architektonisch und städtebaulich hochwertiger Erweiterungsneubau erstellt werden. Er soll im Dialog mit der Parkanlage entwickelt werden, die in einem grösseren, zusammenhängenden Teil wiederherzustellen ist. Der Neubau wird nach Fertigstellung zunächst als Rochadefläche für die Sanierungen von drei weiteren städtischen Alterszentren in Winterthur genutzt, bevor die 120 Pflegeplätze durch das Alterszentrum Adlergarten betrieben werden.

Die Reduktion der Mehrbettzimmer und die heutigen Anforderungen zur besseren Wohnatmosphäre führen zum Abbau von bestehenden Plätzen an den verschiedenen Standorten. Mit dem Weiterbetrieb des Erweiterungsneubaus nach der Rochadezeit wird insgesamt ein Abbau von Plätzen verhindert. Ein Tageszentrum mit ambulantem Angebot ergänzt die Infrastruktur, die bereits im Haupthaus zur Verfügung steht.

Siegerprojekt einstimmig gekürt

Die Stadt Winterthur hatte im März einen entsprechenden Projektwettbewerb im offenen Verfahren ausgeschrieben, wie sie mitteilt. Es seien 25 Beiträge mit einer grossen Bandbreite an Projektansätzen eingegangen. Die Jury mit Mitgliedern aus dem Stadtrat, der Geschäftsleitung von Alter und Pflege, dem Departement Bau und mit Fachpersonen aus Architektur, Landschaftsarchitektur und für altersgerechtes Bauen kamen nun zu einer einstimmigen Empfehlung.

Das Siegerprojekt von Julian C. Fischer Architekten GmbH, Albiez de Tomasi GmbH und Egeter Partner AG integriere mit einem sehr differenzierten Bauvolumen den Neubau in den Park und antworte dabei präzise mit architektonischen Mitteln auf die Lebenssituation älterer Menschen. Durch die Berücksichtigung des wertvollen Baumbestandes und mit durchdachten Grundrissen gelinge es, die Grossform des Erweiterungsneubaus städtebaulich geschickt im Park zu verorten.

Gemäss Mitteilung bietet das Haus zeitgemässe, flexible Räume für einen wirtschaftlichen Betrieb und für ein würdiges Leben im Alterszentrum und macht den Park für die Bewohnenden vielseitig erlebbar. Die verschiedenen Aufenthaltsbereiche auf den Pflegegeschossen würden Abwechslung im Alltag schaffen und einen starken Aussenraumbezug ermöglichen. Zudem liege das Projekt wirtschaftlich im guten Mittelfeld. Es sei bautechnisch solide angelegt und formuliere eine Landschaftsgestaltung, die Motive des historischen Landschaftsgartens aufnehme.

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