Publiziert 22. Apr. 2022, 14:59
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Feriensportkurs im Skills Park

Weltrekordhalter vermittelt das Skateboard-Einmaleins

Einer der zahlreichen Instruktoren von aktuell laufenden Feriensportkursen in Winterthur ist der Freestyler Simon Stricker. Ein Besuch im Kurs des erfolgreichsten Schweizer Skateboard-Profis.

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George Stutz
Vollgas in der Halfpipe: Simon Stricker (r.) führt einen Feriensportkurs-Teilnehmer in die Skateboard-Grundlagen ein.

Vollgas in der Halfpipe: Simon Stricker (r.) führt einen Feriensportkurs-Teilnehmer in die Skateboard-Grundlagen ein.
George Stutz

Das derzeit laufende Feriensportangebot in Winterthur ist riesig. Alleine der Dachsportverband Winterthur (DWS) bietet rund 60 Kurse an, darunter auch solche im Freestyle-Bereich im Skills Park. Dazu bietet die Sport- und Freizeitanlage am Lagerplatz zusätzlich in Zusammenarbeit mit Stricker Freestyle Sports weitere Kurse in den Bereichen Skateboard, Trampolin, Parkour, Bike und Freestyle-Scooter an. Chef-Instruktor und Inhaber ist Simon Stricker.

Der 30-jährige Zürcher ist der zurzeit erfolgreichste Skateboard-Profi der Schweiz und hält unter anderem seit 2017 den inoffiziellen «Manual»-Weltrekord. «Ich fuhr 2,1 Kilometer auf der Hinterachse meines Skateboards den Berninapass hinunter», blickt Stricker auf sein Husarenstück zurück, das damals auf Video aufgenommen wurde und auf Instagram innerhalb einer Stunde 150’000-mal angeklickt wurde.

Eine spürbare Aufbruchstimmung

Seit fünfeinhalb Jahren führt er seine Akademie für Freestyle-Sportarten und bot seither neben Jahres- oder Semesterkursen auch regelmässig Ferienkurse in Winterthur an. Wie in diesen Tagen auch. «Corona hat natürlich auch uns stark zugesetzt, umso schöner ist es nun, den jungen Leuten wieder tolle Ferienaktivitäten zu bieten», sagt Stricker, kurz bevor er das einzige Mädchen seiner Polysportiv-Gruppe auf den ersten Fahrversuchen in der Halfpipe begleitet.

Die zehn Kinder versuchen sich innerhalb von fünf Kurstagen in allen erwähnten Disziplinen. «In diesen Kursen machen die Kids auch echte Fortschritte und kriegen viele technische Grundlagen mit», erklärt Stricker. Etwas gedrängter ist das Programm bei seinem Mitarbeiter Benedict Gisler, der acht Buben und zwei Mädchen in das Einmaleins des Parkour-Sports einweiht. «Meine Gruppe hat nur einen Halbtageskurs gebucht, deshalb ist mein Ziel, ihnen in gut zwei Stunden ein paar Grundlagen wie das richtige Abrollen oder Sprungtechniken beizubringen», so Gisler. Dem zehnjährigen Lion gefällt es: «Ich versuche in meiner Freizeit auf dem Schulhausplatz oder zuhause auch Hindernisse zu überwinden. Hier kann ich mich ohne Risiko auf Verletzungen an Schwierigeres heranwagen.»

Zufriedener Skills-Park-Betreiber

Roger Rinderknecht, Betreiber des Skills Park, hat Freude daran, seine Anlage endlich wieder gut ausgelastet zu sehen: «Die Feriensportkurse sind für uns top, auch wenn wir die Halle in diesen Tagen wohl auch sonst recht gefüllt hätten. Wieder glückliche Besucher zu sehen und uns nach zwei schwierigen Jahren langsam wieder dem Normalbetrieb anzunähern, tut gut.»

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