Publiziert 16. Juni 2022, 10:19
8400

Panels auf gesamten Dachfläche

Technopark baut Photovoltaik-Anlage aus

Die bestehende Photovoltaikanlage auf dem Dach des Technoparks, die 2013 errichtet wurde, wird ums Doppelte erweitert. Damit wird künftig die gesamte Dachfläche des Gebäudes zur Produktion von Solarstrom genutzt.

r
red
Ab Herbst soll die gesamte Dachfläche des Technoparks Winterthur zur Produktion von Solarstrom genutzt werden.

Ab Herbst soll die gesamte Dachfläche des Technoparks Winterthur zur Produktion von Solarstrom genutzt werden.
Technopark Winterthur

Seit knapp neun Jahren besteht auf dem Dach des Technoparks Winterthur eine Photovoltaikanlage – allerdings nur auf einer Teilfläche. Denn: Der Plan war damals, ein innovatives Solarfaltdachsystem zu bauen, das zugleich als Bedachung der Dachterrasse hätte dienen sollen. Aufgrund hoher Kosten sowie der Einstellung der Geschäftstätigkeit des Lieferanten wurde dieses Projekt jedoch nicht umgesetzt.

Nun will der Technopark auch die restliche Fläche des Dachs zur Produktion von Solarstrom nutzen, wie seiner Website zu entnehmen ist. «Soweit technisch möglich und betrieblich sinnvoll.» Damit könne die installierte Leistung von 84 auf 150 kWp erhöht werden, sodass die geschätzte Jahresproduktion auf etwa 145 Megawattstunden steige.

Sinkende Stromkosten

Mittels einer Eigenverbrauchsgemeinschaft wurde der produzierte Strom bislang vom Technopark und seinen Mieterfirmen selbst genutzt. «Der Eigennutzungsgrad beträgt beinahe 90 Prozent – ein idealer Wert, der dadurch zustande kommt, dass der Strombedarf tagsüber, wenn auch die Sonne scheint, am höchsten ist», heisst es weiter. Die Stromkosten würden damit erheblich sinken und auch in Krisen stabil bleiben.

Mit der beschlossenen Investition werde der Eigennutzungsgrad auf etwa 72 Prozent sinken, weil es mit der grösseren Anlage öfters Momente gebe, in welchen mehr Strom produziert als verbraucht werde. Geplant sei deshalb, weitere Mieter in die Eigenverbrauchsgemeinschaft aufzunehmen, um den Eigennutzungsgrad hochzuhalten. Die Investitionskosten würden zwar die Grenze von 100'000 Franken übersteigen, aber die Wirtschaftlichkeit der Anlage sei trotzdem gegeben. Auch, weil der Bund den Anlagenbau mit einer Einmalvergütung von über 20'000 Franken unterstütze.

Die Ausführung des Projekts ist für den kommenden Herbst vorgesehen, abhängig von der Baubewilligung und der Verfügbarkeit des Materials. Der Auftrag wird an ein regionales Installationsunternehmen vergeben.

Das könnte Sie auch interessieren