Publiziert 24. Jan. 2023, 17:00
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BWT Bau AG zu Gast

Talkevent «KMU-Date» feiert Premiere

«KMU-Date» lädt in regelmässigen Abständen zu Gesprächsrunden rund um das Unternehmertum der Region. Am Montagabend feierte der neue Talkevent Premiere.

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George Stutz

Parallel zum erfolgreichen Sport-Wirtschaft-Talk «Sportdate» bieten Gründerin Karin Leuch und Moderatorin Regula Späni mit «KMU-Date» neu einen ähnlich aufgebauten Event im Bereich Unternehmertum an. Erster Gastgeber war am Montagabend, 24. Januar, die BWT Bau AG. In deren für den Event mit viel Herzblut eingerichteten Holzbau-Produktionshalle diskutierten BWT-Verwaltungsratspräsident Philipp Jöhr, sein Spartenleiter Beat Rietiker und World-Skills-Weltmeister Yunus Ruff unter Leitung Spänis zum Motto «Berufslehre sei Dank – ich habe Karriere gemacht».

Alle Gesprächsteilnehmenden waren sich einig, dass es von den Betrieben, aber auch von den Volksschulen her mehr Bemühungen braucht, um die jungen Leuten für eine Lehre als Basis für eine solide Berufskarriere zu motivieren. Oder wie Gastgeber Philipp Jöhr sagte: «Akademie gut und recht, wer aber ausschliesslich Schulen besucht und mit 28 Jahren das Studium abschliesst, ist noch lange nicht in der Berufswelt angekommen. Umgekehrt jene, die eine Lehre absolvieren und sich mit diesem wertvollen Rucksack für eine akademische Laufbahn entscheiden.»

Die Lehre als top Basis für eine erfolgreiche Berufslaufbahn

Dem konnte Yunus Ruff, der nach seiner Lehre als Automatiker nun im Studium zum Wirtschaftsingenieur steht, nur beipflichten: «Weil für mich die Berufsentscheidung nach der Sekundarschule zu früh war, habe ich das zehnte Schuljahr besucht und mich dann für die Lehre zum Automatiker entschieden. Ich kann den jungen Leuten nur empfehlen, nehmt euch die Zeit und nutzt die Schnupperlehren, lasst euch nicht beeinflussen und geht den Weg, der für euch stimmt.» Sich mit Materien, der Arbeit, dem Betriebsklima auseinanderzusetzen, sei aus seiner Sicht eine top Basis, um später etwa mit Weiterbildungen oder eben einem Studium darauf aufzubauen. «Für mich ist das Schrauben an Konstruktionen auch jetzt während des Studium weiterhin sehr wichtig, auch um Abläufe, Probleme, Entwicklungen besser zu verstehen.» Daher jobbe er nebenbei in der Service-Elektronik-Abteilung der Kyburz AG.

BWT-Spartenleiter Beat Rietiker zeigte auf, dass eine Berufskarriere auch ohne akademischem Titel möglich ist. Er hatte bei der BWT eine Maurerlehre absolviert, nach erfolgreichem Abschluss sich zum Kranführer, zum Bauvorarbeiter, zum Eidg. dipl. Baupolier Hochbau und zum Techniker HF Bauführung Hochbau weitergebildet. «Ich würde es heute wieder genau gleich machen und empfehle den jungen Leuten, sich nicht etwa durch das Umfeld zur Matur und anschliessendem Studium drängen zu lassen, sondern den eigenen Stärken und Bedürfnissen freien Lauf zu lassen.»

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