Publiziert 11. Mai 2022, 08:31
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Mit Eröffnung des ersten «Stadtlabors»

Start ins Jubiläumsprojekt «Win-terthurerstrasse» ist erfolgt

Mit der Eröffnung des ersten «Stadtlabors» auf der Allmend Grüzefeld am Dienstag, 10. Mai, startet das städtische Jubiläumsprojekt «Winterthurerstrasse». Dieses wurde zur Feier des 100-Jahre-Jubiläums der Eingemeindung lanciert.

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red
Das «Stadtlabor» Gutschick auf der Allmend Grüzefeld wurde durch Stadtpräsident Michael Künzle sowie der Projektleiterin und Kulturvermittlerin Brigit Rufer eröffnet.

Das «Stadtlabor» Gutschick auf der Allmend Grüzefeld wurde durch Stadtpräsident Michael Künzle sowie der Projektleiterin und Kulturvermittlerin Brigit Rufer eröffnet.
Stadt Winterthur

Am 1. Januar 1922 wurden die ehemaligen Vororte Töss, Wülflingen, Veltheim, Oberwinterthur und Seen in die Stadt Winterthur eingemeindet. Um 100 Jahre Eingemeindung zu feiern, lancierte der Winterthurer Stadtrat das Projekt «Winterthurerstrasse». Das Ziel: die Suche nach den vielfältigen Winterthurer Identitäten, die sich im Rahmen der städtebaulichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der Stadt in den letzten hundert Jahren herausgebildet haben. Das Jubiläumsprojekt solle zudem die ehemaligen Vororte, die neu entstandenen Zwischenräume und die Kernstadt verbinden.

Gemäss einer Mitteilung der Stadt sind fünf «Stadtlabore» Kern des Projekts und sollen als Ausgangs- und Treffpunkte für die Forschungsphase dienen. Die Stadtlabore würden Orte des Wandels in der Stadt markieren: Gebäude, Strassen oder Quartiere, an denen sich der städtebauliche genauso wie der gesellschaftliche Wandel Winterthurs in den letzten hundert Jahren besonders gut ablesen lassen.

Erstes Stadtlabor ist eröffnet

Das sichtbarste «Stadtlabor» auf der Allmend Grüzefeld wurde am vergangenen Dienstag eröffnet. Unter dem Titel «Common Ground» werfen Quartierbewohnende und -organisationen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen von Mai bis September einen Blick zurück und nach vorn.

Weitere Stadtlabore sind in Töss (zum Thema «Heimat»), in Neuhegi (zum Thema «Werte»), im Püntenrevier Neuwiesen Süd (zum Thema «Neben- und Miteinander») und rund um den Schützenweiher im Rosenberg-Quartier (zum Thema «Stadtgemeinschaften») angesiedelt. Auf der Projektwebsite werden ausserdem die Zwischenstände und Veranstaltungen der «Stadtlabore» sowie Online-Befragungsformate publiziert.

Themenpfad quer durch Winterthur

Die in den «Stadtlaboren» entstandenen Materialen werden in der Folge zu Texten, Bildern, Audiobeiträgen und Filmen verdichtet. Diese werden am 10. und 11. September im Rahmen eines Jubiläumswochenendes den Winterthurerinnen und Winterthurern anhand eines Themenpfads quer durch Winterthur präsentiert. Die Website dient dabei als virtueller Wegweiser, der die Besucherinnen und Besucher entlang des Themenpfads zu den Standorten der «Stadtlabore» und zu weiteren Wegpunkten führt, wie der Medienmitteilung weiter zu entnehmen ist. Die Beiträge der «Winterthurerstrasse» bleiben anschliessend bis Ende 2022 in digitaler Form bestehen und werden vom Museum Schaffen in die geplante Ausstellung zu den Eingemeindungen integriert.

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