Publiziert 08. Nov. 2022, 11:11
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Wegen der Witterungsextreme

Stadtgrün muss 228 Bäume fällen

Der heisse Sommer und der nasse Schnee im Winter machen den Bäumen in Winterthur zu schaffen: Insgesamt 228 Bäume muss Stadtgrün diesen Winter im Siedlungsraum fällen.

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red

228 – so viele Bäume muss Stadtgrün diesen Winter im Siedlungsraum fällen. Das sind im Vergleich mit den vergangenen drei Jahren etwas mehr: 2021 waren es 222 Bäume, vor zwei Jahren 103 Bäume und 2019 insgesamt 174 Bäume. Als Hauptursache nennt Stadtgrün die Witterungsextreme: Ganz besonders der heisse und trockene Sommer in diesem Jahr, aber auch die Spätfolgen des nassen schweren Schnees im vergangenen Winter würden den Bäumen in der Stadt zu schaffen machen.

Zehn Bäume sind über 100 Jahre alt

Markantestes Beispiel für die diesjährigen Fällungen ist die 150-jährige, mächtige Fichte im Frohbergpark, die dieses Jahr so stark vom Borkenkäfer befallen wurde, dass sie abgestorben ist. Sie ist eine von zehn über 100-jährigen Bäumen, die diesen Winter gefällt werden. Von den zu fällenden Bäumen sind rund ein Viertel junge Bäume, die maximal fünfzehn Jahre in der Stadt stehen. Etwas mehr als die Hälfte sind mittelalte Bäume, die vor bis zu sechzig Jahren gepflanzt wurden. Gemäss Mitteilung ist für das Stadtklima auch wichtig, wie mächtig die Bäume sind und welchen Stammumfang sie aufweisen. Dies hängt nicht nur vom Alter, sondern auch von der Art, dem Standort und der Vitalität des Baumes ab. Rund ein Viertel der zu fällenden Bäume hat einen Stammumfang von über 149 Zentimetern. An sensiblen Orten und bei speziellen Bäumen werde die Bevölkerung vor Ort mittels Informationstafeln über die Fällung und die Gründe informiert.

«Alle zu fällenden Bäume werden ersetzt», schreibt Stadtgrün. Darüber hinaus pflanze man im Rahmen des Programms «1000 Bäume für Winterthur» im kommenden Winter rund 400 zusätzliche Bäume im Stadtgebiet. Ziel des dreijährigen Programmes sei es, den stadteigenen Baumbestand von rund 14'100 Bäumen im Jahr 2021 auf rund 15'200 Bäume im Jahr 2024 zu erhöhen.

  • In der Stadt herrschen extreme Bedingungen für Bäume. Die beengten Bodenverhältnisse, die Hitze und Trockenheit aber auch das Streusalz oder mechanische Beschädigungen durch Bautätigkeiten oder Unfälle belasten die Stadtbäume viel mehr als ihre Artgenossen im Wald. Gleichzeitig müssen die Bäume auch deutlich mehr Anforderungen gerecht werden, denn im Siedlungsraum muss die Stand- und Bruchsicherheit gewährleistet sein.
    Die Bäume, die einzeln nummeriert sind, werden von den Baumpflegespezialisten von Stadtgrün systematisch kontrolliert und gepflegt.

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