Publiziert 02. Juni 2022, 08:40
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Stadtrat arbeitet mit Projekt «Eyjafjallajökull» weiter

Sieger im Projektwettbewerb Schulhaus Steinacker steht fest

Für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Steinacker in Seen wurde ein Projektwettbewerb für Architektur und Landschaftsarchitektur durchgeführt. Der Stadtrat hat sich aufgrund der Empfehlung der Jury für das Projekt «Eyjafjallajökull» entschieden.

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red
Ungefähr so soll die Schulanlage Steinacker in Zukunft aussehen.

Ungefähr so soll die Schulanlage Steinacker in Zukunft aussehen.
Visualisierung: Jurybericht Stadt Winterthur

Nach 45 Jahren in Betrieb befindet sich die Schule Steinacker in einem schlechten baulichen Zustand und muss umfassend saniert werden. Gleichzeitig soll die Anlage erweitert werden, zumal die Schulraumprognose für den Schulkreis Seen-Mattenbach von einem zusätzlichen Bedarf von sieben Klassen ausgeht. Das heisst konkret: zusätzlicher Raum für die schulergänzende Betreuung, Angebot an Betreuungsplätzen ausbauen, Doppel- auf Dreifachhalle erweitern.

Den Planungs- und Projektierungskredit von 3,4 Millionen Franken hat das Stadtparlament bereits im Januar 2021 bewilligt. Ende Juli hat das Amt für Städtebau anschliessend einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren ausgeschrieben, um eine architektonisch und funktional hochwertige Lösung für den Neubau und die Umgebungsgestaltung zu finden. Gleichzeitig sollte nicht nur für den Neubau, sondern auch für die Gesamtsanierung der Anlage, die sich im Inventar der schutzwürdigen Bauten der Stadt Winterthur befindet, ein geeignetes Planungsteam bestimmt werden, schreibt die Stadt Winterthur in einer Medienmitteilung.

«Familienhaus» überzeugte

45 Bewerbungen sind eingegangen, die Projekte von zwölf Teams und zwei Ersatzteams hat die Jury weiterverfolgt und beurteilt. Nun steht der Sieger fest: das Projekt «Eyjafjallajökull» des Zürcher Büros Bischof Föhn Architekten, Parbat Landschaftsarchitektur aus Appenzell und Jäger Baumanagement AG aus Zürich. Das Team schlägt eine Aufstockung über der zur Dreifachhalle vergrösserten Turnhalle vor. In der nordöstlichen Ecke der Parzelle ist zudem ein pavillonartiger, eingeschossiger Neubau für den Kindergarten vorgesehen. Die anderen bestehenden Gebäude bleiben – bis auf den Treppenhausanbau für Aufzug und Hauswartsraum – äusserlich unverändert.

Das Siegerprojekt «Eyjafjallajökull» überzeugte in Sachen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Das Siegerprojekt «Eyjafjallajökull» überzeugte in Sachen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Visualisierung: Jurybericht Stadt Winterthur

Gemäss Mitteilung der Stadt begrüsst die Jury die Ausformulierung der Räume in der Aufstockung als «Familienhaus» mit vielfältigen Sicht- und Raumbezügen untereinander. «Die vollständig möblierbaren Kombizonen vor den Klassenzimmern und die flexibel nutzbare Lernlandschaft sind ein Versprechen für die Umsetzung eines zeitgemässen und attraktiven pädagogischen Konzepts», hält die Jury unter anderem fest. Sie würdigt das Projekt als «sehr sorgfältig ausgearbeiteter Beitrag mit klarem Konzept und hoher architektonischer sowie betrieblicher Qualität». Bezüglich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erhält – in erster Linie wegen der hohen Flächeneffizienz – in sämtlichen Kriterien eine positive Bewertung und schneidet im Vergleich mit den anderen Eingaben am besten ab. «Die Anbindung der neuen Nutzung an den bestehenden Pausenhof, die Organisation der Schulraumerweiterung als offene Lernumgebung, der rücksichtsvolle Umgang mit dem Baumbestand und den teilweise bereits heute schon strapazierten Aussenräumen sowie der ressourcenschonende Ansatz des Entwurfs vermögen zu überzeugen.»

Öffentliche Ausstellung

Die elf Arbeiten des Projektwettbewerbs werden vom 9. bis 22. Juni im Superblock öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung ohne Voranmeldung besucht werden.

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