Publiziert 20. Dez. 2022, 12:39
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Tipps vom Experten

O Tannenbaum, was muss ich über dich wissen?

Ramun Hartmann der Hartmann Gartenbau GmbH erklärt, worauf beim Christbaumkauf geachtet werden muss.

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Ramona Kobe

Qual der Wahl, jedes Jahr. Welcher Christbaum soll es dieses Jahr sein? Rottanne, Blautanne oder doch wieder die beliebte Nordmannstanne? Und wie bleibt das Bäumchen in der Stube möglichst lange grün? Ramun Hartmann, Inhaber des Winterthurer Unternehmens Hartmann Gartenbau GmbH, kennt die Antworten.

Wie finde ich den perfekten Christbaum?

Ramun Hartmann: Am besten sucht man einen Händler, der frisch geschlagene Bäume im Angebot hat. Diese sollten frisch grün und vital aussehen. Falls sich unter einem Baum schon an der Verkaufsstelle ein Nadelteppich am Boden bildet: Finger weg!

Wie pflege ich das Bäumchen, damit es möglichst lange schön bleibt?

Der Baum sollte bis zur Verwendung im Netz belassen und an einem kühlen, schattigen Ort aufgestellt werden. Die Rinde darf nicht angeschnitten werden, da sie wichtig ist für den Wassertransport. Beim Kauf sollte der Baum am Stamm frisch circa zwei bis drei Zentimeter abgeschnitten werden, das erleichtert die Wasseraufnahme. Die ersten fünf Tage im Haus nicht austrocknen lassen. Je niedriger die Raumtemperatur, desto länger hält der Baum.

Wie lange konkret?

Eine Nordmanntanne hält ab dem Zeitpunkt, ab dem sie im Wohnzimmer steht, zwei Wochen. Eine Blautanne eineinhalb Wochen und eine Rottanne circa eine Woche.

Welche Arten gibt es?

Im Angebot sind hauptsächlich Nordmanntannen – die beliebtesten Christbäume –, die lange halten und schön grün sind. Wir verkaufen auch Blautannen (Fichten), die mit ihrer bläulichen Farbe überzeugen. Von früher sind Rottannen bekannt, deren Wuchs lockerer ist. Sie halten weniger lang, sind dafür günstiger. Bei uns findet man auch Spezialitäten wie die Korktanne, Weisstannen und Nobilistannen.

Hatte der heisse und trockene Sommer einen Einfluss auf die Bäume?

Nein, der trockene Sommer hatte keinen direkten Einfluss auf die Christbaumkulturen, da die Bäume teils tiefe Wurzeln haben.

Wo entsorge ich meine Tanne nach Weihnachten?

Den Christbaum am besten der Grüntour mitgeben. Rottannen können problemlos auch an Tiere verfüttert werden – aber ohne Schmuckreste!

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