Publiziert 30. Aug. 2022, 11:53
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Wegen Schadstoffen im Boden

Noch mehr Pünten müssen auf dem Neuwiesenareal schliessen

Bereits Ende Juni mussten acht Pünten auf dem Areal Neuwiesen schliessen. Nun kommen sechs weitere hinzu, weil auch im nördlichen Teil Schadstoffe im Boden nachgewiesen wurden.

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red
Weitere sechs Pünten müssen auf dem Areal Neuwiesen wegen Schadstoffen im Boden schliessen.

Weitere sechs Pünten müssen auf dem Areal Neuwiesen wegen Schadstoffen im Boden schliessen.
Screenshot Google Maps

Ende Juni teilte die Stadt Winterthur mit, dass einzelne Pünten auf dem Püntenareal Neuwiesen schliessen müssen (84XO berichtete). Der Grund: Schadstoffe im Boden. Diese sind «Überbleibsel» von den 1930er-Jahren, als die ehemalige Kiesgrube mit Abfall aufgefüllt wurde. Um das Areal ganzheitlich und abschliessend bearbeiten zu können, liess die Stadt daraufhin den restlichen nördlichen Teil des Areals untersuchen. Die Resultate zeigen nun, dass auch in diesem Teilbereich erhöhte Schadstoffgehalte vorliegen. Das teilte das Departement Finanzen am Dienstag, 30. August, mit.

Auch hier handelt es sich vor allem um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Quecksilber und Blei. Die Belastungen auf den zusätzlich untersuchten Flächen seien aber mehrheitlich geringer als direkt über der Deponie. «Es ist davon auszugehen, dass die Belastungen massgeblich auf die individuelle Bewirtschaftung und jahrzehntelange Nutzung der Pünten zurückzuführen sind – insbesondere auf das Einbringen von belastetem Material wie Asche, Klärschlamm und Kehrichtkompost in der Vergangenheit sowie auf den starken Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln», schreibt die Stadt.

Die rot markierten Pünten müssen schliessen.

Die rot markierten Pünten müssen schliessen.
Stadt Winterthur

Weitere Pünten müssen schliessen

Zwar bestehe keine Gefahr für die Gesundheit, trotzdem seien vorsorgliche Massnahmen der kantonalen Behörden (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft und Amt für Landschaft und Natur) umzusetzen. Diese würden den Nahrungspflanzenanbau sowie den Aufenthalt auf den Parzellen betreffen und von Empfehlungen über Einschränkungen hin bis zum Verbot reichen. Das heisst konkret: Weitere sechs Pünten müssen schliessen.

«Die Stadt als Grundeigentümerin ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den Püntikerinnen und Püntikern sowie der Umwelt bewusst. Für eine nachhaltige Lösung leitet die Stadt so schnell wie möglich die Sanierung der betroffenen Bereiche in die Wege», heisst es seitens Stadt abschliessend.

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