Publiziert 26. Mai 2022, 09:00
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Ab nach Frankreich und zu den britischen Inseln

Ins Abenteuer mit «Stan» nach halbjährigem Umbau

Mirjam und Florian Riekmann haben sich ihren Camper-Traum hart erarbeitet. Letzten Sonntag gings los.

G
George Stutz
Mirjam und Florian Riekmann kurz vor ihrem Start ins Abenteuer.

Mirjam und Florian Riekmann kurz vor ihrem Start ins Abenteuer.
zvg

Drei Tage bevor Mirjam und Florian Riekmann letzten Sonntag in Richtung Frankreich zu ihrer grossen und rund sechsmonatigen Reise aufbrachen, hatten sie noch einen Termin im Winterthurer Strassenverkehrsamt. Zwar hatte ihr im letzten Jahr gekaufter Gebrauchtlieferwagen der Post noch eine gültige MFK-Bescheinigung, nicht zuletzt auch aus Versicherungsgründen sollte dieser aber offiziell als Wohnmobil eingetragen werden.

Im Endspurt zum Strassenverkehrsamt

«Natürlich hatten wir in den letzten Monaten viele Freunde, die uns behilflich waren, aber trotzdem hatten wir das meiste im Bus selbst eingebaut, vieles im Sinne eines ‹learning by doing›. So gesehen waren wir vor der Abnahme in Wülflingen schon etwas nervös», lachte Riekmann. Innert einer halben Stunde war die Kontrolle vorbei und die Gewissheit da, alles richtig gemacht zu haben. Nicht angekreidet wurde dem Paar, dass der Wassertank nicht ganz dicht war. Trotzdem musste dies vor der Abreise noch behoben werden, wie Florian Riekmann erklärte: «Mit Solarpaneelen und eben dem rund 80 Liter fassenden Wassertank sind wir so ausgerüstet, dass wir etwa vier Tage von Energiequellen unabhängig stationiert sein könnten. Wichtig ist aber, dass alles funktioniert.» Deshalb fuhren die Riekmanns gleich nach erfolgter MFK-Kontrolle zu den Camperausbau-Profis von waerchzueg.ch in die Euelwies oberhalb des Bahnhofs Wülflingen.

Während Florian unter Anleitung von Fabian Hächler einen neuen Wassertank mit Ventilen versah, lud Mirjam ins Innere des gelben Wohnmobils. Gemütlich und praktisch haben es sich die beiden eingerichtet, keine Quadratzentimeter wurde vergeben. «Platz für alles, was wir in den nächsten Monaten brauchen, sollten wir genug haben», so die Geschäftleitungsassistentin und Social-Media-Trainerin. Ersteren Job hat sie gekündigt, «wobei mein Chef beim Abschied unmissverständlich ‹auf Wiedersehen› sagte», schmunzelte Mirjam Riekmann.

Wie der gelbe Riese zu seinem Namen kam

Ihre Tätigkeit als Social-Media-Trainerin kann sie hingegen auch von unterwegs ausüben, jedoch bewusst nur reduziert. «Dies gibt uns nicht zuletzt auch die finanzielle Freiheit, je nach dem unsere Reise über das geplante halbe Jahr hinaus zu verlängern.» Sie freue sich nun einfach, mit ihrem Mann und Wohnmobil «Stan» Europa zu bereisen, vieles zu erleben, neue Begegnungen zu machen. Stan? Mirjam Riekmann lachte: «Mein Bruder hat uns zu Weihnachten einen wackelnden Stan Lee fürs Cockpit geschenkt, nach diesem haben wir auch gleich unseren Wagen getauft.»

Über den Instagram-Account «explore2gather» kann die Reise von Mirjam und Florian Riekmann mitverfolgt werden.

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