Publiziert 24. Juni 2022, 07:00

Winterthurer Paar auf Reisen

Mit dem ZH-Kennzeichen durch den Wilden Westen

Zusammen mit seiner Partnerin bereist der Winterthurer Stefan Hochreutener im VW-Bus die USA. 84XO weiss, wie es den beiden Abenteurern geht.

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George Stutz

Am 20. März sind Stefan Hochreutener und seine Partnerin Corinne Meister zu ihrem grossen Abenteuer aufgebrochen. Rund zwei Jahre soll die Reise dauern, Nord- und Südamerika und später auch der afrikanische Kontinent sollen mit dem eigenhändig umgebauten VW-Bus bereist werden. Bis dieser per Schiff in Los Angeles Anfang April eingetroffen war, hatte das Paar ein paar Tage in Hawaii und anschliessend bei der Cousine von Hochreuteners Mutter in Santa Monica verbracht. Ausflüge nach Beverly Hills, spazieren über den Hollywood Boulevard oder ein Abstecher zum Surfer-Hotspot Malibu Lagoon State Beach verkürzten die Zeit, bis dass der Camper im Huenem Port in Oxford eintraf.

Grösserer Wassertank für die Dusche

Die erste Etappe führte zum Death Valley Nationalpark. «Spätestens da mussten wir am Bus im Bereich Heckdusche noch etwas optimieren, da viele Natur-Campingplätze kein fliessendes Wasser anbieten», erinnert sich Stefan Hochreutener. In derselben Woche stand auch noch der Joshua Tree National Park auf dem Programm. Entlang des Colorado Rivers ging es gen Süden teils über unbefestigte Strassen. Trotz Vierradantrieb zwang eine zu geringe Bodenfreiheit die beiden Abenteurer auch schon mal zur Umkehr. «Lustigerweise hat uns die dadurch nötige Umleitung zu den sehenswerten Algodones Dünen und zu einer Übernachtung am Squaw Lake geführt», berichtet Hochreutener.

Stopp in der weltgrössten Gipswüste

Vorbei am Western-Filmstädtchen Old Tucson und nach zahlreichen Abstechern mit Wanderungen im Echo Canyon oder die Bewältigung des Natural Bridge Trails ging die Reise weiter in östlicher Richtung zum White Sands Nationalpark – der weltweit grössten Gipswüste. «Lustig war und ist, dass wir teils an entlegendsten Orten immer wieder auf unser ZH-Autokennzeichen angesprochen werden und wir auch deshalb überall willkommen geheissen werden», lacht Hochreutener.

Anschliessend war nach weiteren Nationalparks, wunderbaren Tälern und Canyons auf dem Weg in den Süden Utahs der Grand Canyon National Park angesagt. Langsam aber sicher gehts in diesen Tagen entlang den Rocky Mountains in Richtung Kanada. Die Route führt dabei durch den Yellowstone Nationalpark, die Sawtooth Mountains und den Glacier Nationalpark. Anfang Juli werden die Eltern von Hochreutener und Meister dazustossen.

Konvoi mit Eltern und Schwiegereltern

In drei Campern wird ab dem ehemaligen Goldgräberstädtchen Dawson City mit dem Dempster Highway eine berüchtigte, 736 Kilometer lange Schotterpiste zur grossen Herausforderung für Mensch und Fahrzeug. Einmal Inuvik erreicht, warten noch einmal 138 Kilometer auf dem erst fünfjährigen Tuk Highway nach Tuktoyaktuk. Die nördlich des Polarkreises gelegene, zweitnördlichste Gemeinde des kanadischen Festlands liegt am Polarmeer und konnte bis zum Bau des Highways nur in den Wintermonaten über die Eisstrasse mit Autos erreicht werden. Im Laufe des Augusts will die Winterthurer Reisegruppe mit ihren Campern dann Alaska erreichen.

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