Publiziert 26. Apr. 2022, 12:56
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Aufstockung auf zwölf stationäre Plätze

KSW verdoppelt Plätze für psychisch belastete Kinder

Psychische und psychosomatische Belastungen nehmen bei jungen Menschen zu. Das Sozialpädiatrische Zentrum am Kantonsspital Winterthur hat deshalb die Anzahl stationärer Plätze für Kinder und Jugendliche von sechs auf zwölf ausgebaut.

r
red
Das umgebaute Sozialpädiatrische Zentrum am KSW nahm am vergangenen Montag den Betrieb auf.

Das umgebaute Sozialpädiatrische Zentrum am KSW nahm am vergangenen Montag den Betrieb auf.
KSW

Im Kanton Zürich gibt es zu wenig stationäre Therapieplätze für Kinder und Jugendliche mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Die Coronapandemie hat dieses Problem verschärft. Darum hat das Kantonsspital Winterthur im Auftrag des Kantons Zürich die Anzahl stationärer Plätze am Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) von sechs auf zwölf für das Kindergartenalter bis zum 18. Lebensjahr erhöht, wie das KSW in einer Medienmitteilung schreibt. Zusätzlich seien in der Kinderklinik zwei Plätze für frühkindliche Regulationsstörungen reserviert, bei denen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern behandelt werden könnten. 

Das bestehende Gebäude des SPZ wurde für die zusätzlichen Patientinnen und Patienten umgebaut und erweitert. Vergangenen Montag, 25. April, nahm es mit den zwölf stationären Therapieplätzen den Betrieb auf. Die stationäre Abteilung erhält zudem die neue Bezeichnung «Therapiestation für Kinder und Jugendliche – Psychosomatik, Psychiatrie, Psychotherapie». Sie sei alltagsnah gestaltet und beinhalte auch einen eigenen Schulbetrieb. 

Team von rund 100 Fachpersonen

Das Sozialpädiatrische Zentrum des Kantonsspitals Winterthur kümmert sich um psychische Erkrankungen und psychosomatische Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen. Das SPZ beantwortet auch Fragen hinsichtlich der kindlichen Entwicklung und Sprache, ausserdem behandelt es neurologische Erkrankungen. Ein interdisziplinäres Team von rund 100 Fachpersonen betreut die jungen Menschen vom Babyalter bis zum 18. Lebensjahr, das Angebot umfasst sowohl einen ambulanten als auch einen stationären Bereich. Das SPZ arbeitet mit anderen Fachpersonen zusammen und setzt verschiedene Therapieformen ein.

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