Publiziert 05. Juli 2022, 14:20
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Jahresbericht 2021 von Alter und Pflege

Immer mehr Leute beanspruchen Spitex

Corona hatte auch 2021 einen grossen Einfluss auf das Geschäftsjahr von Alter und Pflege: Die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich verschleunigte sich, die Nachfrage nach Spitexleistungen stieg nochmals deutlich an und die Zahl der stationären Aufenthalte sank.

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red
Im Jahr 2021 stieg die Nachfrage nach Spitexleistungen nochmals deutlich an.

Im Jahr 2021 stieg die Nachfrage nach Spitexleistungen nochmals deutlich an.
Stadt Winterthur

Auch auf das Geschäftsjahr 2021 von Alter und Pflege hatte die Coronapandemie einen grossen Einfluss, wie die Stadt Winterthur mitteilt. Insbesondere die Nachfrage nach Spitexleistungen sei deutlich angestiegen. So wurden 245'453 Pflegeeinsätze und 48'632 hauswirtschaftliche Einsätze geleistet, woraus 2,1 Millionen Franken mehr Einnahmen resultieren als budgetiert.

Hingegen ist die Nachfrage nach stationären Aufenthalten gemäss dem Departement Soziales weiter gesunken. Im vergangenen Jahr lag die Auslastung fast 7 Prozent unter dem budgetieren Werte, weil Eintritte aufgrund der Corona hinausgeschoben wurden. Neben den hohen Mehrkosten für die zahlreichen Covid-19-Massnahmen hätten auch die fehlenden Einnahmen aus den Restaurationsbetrieben zu Buche geschlagen, da diese die meiste Zeit für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben mussten. Bei den Alterszentren lagen die Einnahmen 5,5 Millionen Franken tiefer als budgetiert.

Zukunftsweisende Projekte

Trotz schwieriger Voraussetzungen im vergangenen Jahr konnten mehrere zukunftsweisende Projekte umgesetzt werden - auch dank der grossen Flexibilität der Mitarbeitenden. So wurden etwa mit der neuen Taxordnung einheitliche Betreuungstaxen und kostendeckende Pensionspreise in Kraft gesetzt. Ausserdem würden zwei neue Spitex-Dienstleistungen die bestehenden Angebote gezielt ergänzen: Während die «Gesundheitsberatung Daheim» präventiv wirke und Veränderungen beim Unterstützungsbedarf frühzeitig erfasse, schliesse die psychiatrische Spitex eine Lücke im ambulanten Angebot.

Auf der Basis des städtischen Masterplans Pflegeversorgung habe der Bereich Alter und Pflege eine umfassende Angebotsstrategie entwickelt und daraus abgeleitet eine Immobilienstrategie erarbeitet, die der Stadtrat im Sommer zustimmend zur Kenntnis genommen habe. «Damit verfügt Alter und Pflege über optimale Grundlagen, um der älteren Bevölkerung der Stadt Winterthur auch in Zukunft eine umfassende und bedürfnisorientierte Gesundheitsversorgung bieten zu können», heisst es im Schreiben abschliessend.

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