Publiziert 31. Mai 2022, 09:22
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Basel-Stadt, Bern, Genf und Winterthur spannen zusammen

Gemeinsam gegen Radikalisierung und Extremismus

Die Anlauf- und Fachstellen Extremismus von Basel-Stadt, Bern, Genf und Winterthur spannen zusammen. Gemeinsam haben sie das Handbuch «Radikalisierung in der Schweiz» erarbeitet, das Qualitätskriterien für die Beratung in der Extremismusprävention in der Schweiz festlegt.

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red
Winterthur zählt nebst Basel-Stadt, Bern und Genf zu den Pionieren in Sachen Prävention von Radikalisierung und Extremismus.

Winterthur zählt nebst Basel-Stadt, Bern und Genf zu den Pionieren in Sachen Prävention von Radikalisierung und Extremismus.
Talina Steinmetz

2017 trat der Nationale Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus in Kraft. Die Schweiz verstärkte damit die Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus, nachdem die Zahl von Dschihadreisenden gestiegen und die Gefahr von Terroranschlägen zugenommen hatte. Eine der Massnahmen des Aktionsplans sieht den Aufbau von regionalen Anlauf- und Fachstellen zur Prävention von Radikalisierung und Extremismus vor.

Basel-Stadt, Bern, Genf und Winterthur gehören zu den Pionieren. Gemeinsam haben sie ein gemeinsames Verständnis der Radikaliserungsprävention und neun einheitliche Qualitätskriterien für Fachstellen entwickelt. Diese sind im Handbuch «Radikalisierung in der Schweiz» publiziert, das am Dienstag, 31. Mai, erschienen ist. Wie die vier Anlauf- und Fachstellen in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben, wurden damit erstmals Standards für die Radikalisierungsprävention in der Schweiz gesetzt. Das Handbuch vergleiche zudem die verschiedenen Organisationsformen und enthalte eine umfangreiche Sammlung von Praxiserfahrungen und Fallbeispielen. Unterstützt wurde die Publikation durch das Impulsprogramm zur Umsetzung des Nationale Aktionsplans zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus (NAP).

Kooperationen werden weitergeführt

Die Fachstellen werden weiterhin eng zusammenarbeiten, heisst es im Schreiben weiter. Geplant sei zum Beispiel ein regelmässiger fachlicher Austausch in Form von kollegialer Beratung und Fallsupervisionen. Vernetzung und Interdisziplinarität sollen gelebt werden, um die Qualität der Beratungsangebote weiterzuentwickeln und auch auf neue Phänomene frühzeitig reagieren zu können – damit Radikalisierung, Extremismus und Gewalt verhindert werden können.

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