Publiziert 10. Jan. 2023, 10:48
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Winterthur, Wiesendangen und Elsau

Gemeinden einigen sich: Der Kistenpass soll gesperrt werden

Der Schleichweg über den Kistenpass zwischen Hegi und Wiesendangen soll für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Nach längeren Diskussionen konnten sich die betroffenen Gemeinden nun einigen.

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Ramona Kobe
Nach langem Hin und Her sind sich Winterthur, Wiesendangen und Elsau nun einig: Der Kistenpass soll für den Autoverkehr gesperrt werden.

Nach langem Hin und Her sind sich Winterthur, Wiesendangen und Elsau nun einig: Der Kistenpass soll für den Autoverkehr gesperrt werden.
Screenshot: Google Maps

Die Birchwaldstrasse zwischen Hegi und Wiesendangen ist seit vielen Jahren ein Diskussionsthema. Nun konnten sich die Gemeinden Wiesendangen und Elsau sowie die Stadt Winterthur einigen: Der Kistenpass soll für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Das schreibt die Regionalplanung Winterthur und Umgebung (RWU), die den Prozess zwischen den kommunalen Behörden und dem Kanton moderiert hatte, am Dienstag in einer Mitteilung.

Die Gemeindestrasse dient heute vor allem als Schleichweg zwischen dem Autobahnanschluss Attikon und Neuhegi/Grüze – 2500 Fahrzeuge überqueren den Kistenpass durchschnittlich pro Tag. Dabei ist die die Birchwaldstrasse im regionalen Richtplan als regionale Radwegverbindung eingetragen, als Verbindung für den motorisierten Individualverkehr ist die Strasse somit nicht vorgesehen, auch im kommunalen Richtplan nicht. Aus diesem Grund soll eine Sperrung im regionalen Gesamtverkehrskonzept
Winterthur und Umgebung sowie im regionalen Richtplan geprüft werden, wie es im medialen Schreiben heisst.

Elsau trägt die Hauptlast

Von der Sperrung des Kistenpasses am meisten betroffen wäre die Gemeinde Elsau. Das zeigt eine Verkehrszählung, die aufgrund einer Baustelle im Jahr 2019 durchgeführt wurde. Rund 60 Prozent des Verkehrs verlagerten sich damals vom Kistenpass auf die Elsauerstrasse, 40 Prozent auf die Frauenfelderstrasse. Folglich soll darum ein Monitoring der Verkehrsströme auf der Achse Rümiker-/Wiesendangerstrasse durchgeführt werden. Parallel dazu sind Sofortmassnahmen zur Verkehrsberuhigung vorgesehen, die in einem nächsten Schritt durch das Tiefbauamt des Kantons Zürich, die Kantonspolizei und die Gemeinde Elsau konkretisiert werden. In einem zweiten Schritt soll gemäss Mitteilung mittels Gutachten überprüft werden, ob die Höchstgeschwindigkeit in Elsau inner- und ausserorts herabgesetzt werden kann.

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