Publiziert 04. Jan. 2023, 06:30
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Über 10'000

Geheimgang 188 stellt Besucherrekord auf

Mit über 10'000 Spielenden verzeichnete der Geheimgang 188 im vergangenen Jahr einen Besucherrekord. Doch der Schein trügt.

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Ramona Kobe
Trotz Besucherrekord warten im kommenden Jahr grosse Herausforderungen auf den Geheimgang 188.

Trotz Besucherrekord warten im kommenden Jahr grosse Herausforderungen auf den Geheimgang 188.
Ramona Kobe

Mit einem Besucherrekord lässt der Geheimgang 188 das Jahr 2022 hinter sich. Wie die Betreiber mitteilen, kamen insgesamt 10'421 Besucherinnen und Besucher in die Katakomben unter dem Sulzerareal. Geschäftsführer Miro Hintermüller spricht von einem «Schicksalsjahr»: «Die Coronapandemie hing nach wie vor wie ein Damoklesschwert über dem weiteren Geschäftsgang. Niemand konnte voraussehen, wie stark sie das gesellschaftliche Leben lahmlegen wird.» Zudem musste das Escape-Room-Team für die Eröffnung des neuen Spiels «Ministerium der Mysterien» im August grosse Investitionen tätigen. Diese haben sich aber gelohnt: In viereinhalb Monaten hat es die Jahres-Besucherzahlen des alten Games «Auf Sherlocks Spuren», das seit 2017 lief, übertroffen.

Hintermüller spricht von einem regelrechten Blitzstart. «Für uns ist das ein klares Zeichen dafür, dass wir mit dem ‹Ministerium der Mysterien› unser Angebot noch einmal auf ein neues Level gehoben haben.» Man habe das richtige Fingerspitzengefühl im Ausbau des Angebots gezeigt und gleichzeitig Glück gehabt, dass sich die Pandemiesituation in der zweiten Jahreshälfte entspannte.

Spürbare Inflation

Für den Geschäftsführer sind die guten Besucherzahlen aber nicht nur ein Grund zu Freude, zumal sie nur leicht über dem bisherigen Rekordjahr 2019 liegen. Somit habe man nun lediglich die Situation von vor der Pandemie erreicht. Seither habe sich die wirtschaftliche Situation für den Winterthurer Betrieb aber stark verschlechtert. Nicht nur die Preise für die Baumaterialien würden steigen, auch jene im Elektronik-Bereich seien aufgrund von tiefen Verfügbarkeiten in die Höhe geschossen.

Um langfristig bestehen zu können, braucht es demnach noch bessere Ergebnisse. Für ein solches soll ein zusätzliches Game sorgen, dass gemäss Mitteilung dieses Jahr eröffnet wird. Ausserdem sei man mit der Stadt im Gespräch um eine Kultur-Leistungsvereinbarung.

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