Publiziert 27. Dez. 2022, 08:51
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300'000 Franken für Übergangslösungen

Frauenhäuser erhalten zusätzliche Unterstützung vom Kanton

Die Frauenhäuser im Kanton Zürich erhalten zusätzliche Mittel, um gewaltbetroffene Frauen beim Übertritt vom Frauenhaus in eine eigene Wohnung zu unterstützen. Davon profitiert auch die Einrichtung in Winterthur.

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red
Die Kantonale Sicherheitsdirektion gewährt Frauenhäusern Beiträge in der Höhe von insgesamt 300’000 Franken für Übergangslösungen.

Die Kantonale Sicherheitsdirektion gewährt Frauenhäusern Beiträge in der Höhe von insgesamt 300’000 Franken für Übergangslösungen.
Symbolfoto: zvg

Frauen, die körperliche, psychische, sexuelle oder ökonomische Gewalt erleben – sei dies in der Partnerschaft oder in der Familie – erhalten im Frauenhaus Schutz und Beratung. Bei akuter Bedrohung können sie sich an drei private Einrichtungen im Kanton Zürich wenden; eine davon ist in Winterthur. Finanziert werden sie hauptsächlich von der Opferhilfe, in der Regel die ersten 21 Tage, danach braucht es eine Kostengutsprache der Gemeinde. Seit 2020 unterstützt das Kantonale Sozialamt die Frauenhäuser zusätzlich mit Sockelbeiträgen.

Doch die Verweildauer im Frauenhaus ist kurz. Auch aufgrund der finanziellen Lage. Dabei bräuchten die Frauen nach ihrem Aufenthalt noch weitere professionelle Unterstützung. Viele finden nicht sofort eine eigene Wohnung und gehen in die gewaltgeprägte Beziehung zurück – jede vierte Frau, wie ein Beitrag des «Beobachters» zeigt. Oftmals wegen der Kinder oder weil die Familie sie drängen. Aber auch aus purer Not, weil sie keinen anderen Weg sehen.

300'000 Franken ab 2023

Das soll sich nun ändern. Die Kantonale Sicherheitsdirektion gewährt den Frauenhäusern ab nächstem Jahr jährliche Beiträge von rund 300'000 Franken. Gemäss Mitteilung dienen diese dafür, Wohnraum für Frauen bereitzustellen, die zwar nicht mehr auf den vollumfänglichen Schutz im Frauenhaus angewiesen sind, aber immer noch Unterstützung benötigen. «Die Frauenhäuser leisten eine wertvolle, unverzichtbare Arbeit und begleiten die gewaltbetroffenen Frauen bei Bedarf auch nach dem Aufenthalt», hält Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr fest. «Mit guten Übergangslösungen leisten wir einen weiteren Beitrag für einen nachhaltigen Schutz vor häuslicher Gewalt.»

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