Publiziert 24. Okt. 2022, 14:23
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Seilpark Winterthur

Fertig geklettert. Zumindest vorübergehend

Der Seilpark Winterthur ist seit letztem Wochenende Geschichte. Zumindest bis im nächsten März. Gemeinsam mit der Stadt liebäugelt die Stiftung SalZH mit einer weiteren Saison.

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red
Im Seilpark Winterthur gings für Gross und Klein in den letzten drei Monaten hoch hinaus.

Im Seilpark Winterthur gings für Gross und Klein in den letzten drei Monaten hoch hinaus.
zvg

In den letzten dreieinhalb Monaten wurde auf der kleinen Zeughauswiese wie wild geklettert – auf über neun Hauptstämme aus dem Eschenbergwald, 2000 Meter Stahlseil und 24 Plattformen. Vergangenes Wochenende schlossen eine Kletterparty am Samstag sowie ein nochmaliges Gratisklettern für alle unter 16-Jährigen am Sonntag die erste Klettersaison ab. «Der Seilpark Winterthur auf der kleinen Zeughauswiese blickt dankbar zurück auf eine – von ein paar Schürfwunden abgesehen – unfallfreie Klettersaison», teilt die Stiftung SalZH mit, die den Kletterpark anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums initiiert, geplant, gebaut und betrieben hat.

Gut 3500 Schülerinnen und Schüler seien seit Mitte Juli in diesen acht Schulwochen mit ihren Klassen durch den Seilpark geklettert, und noch einmal rund 4000 Einzelpersonen, meist Familien, seien vor allem am Wochenende in den Seilen unterwegs gewesen. Das sehr heisse Wetter während der Sommerferien habe die Besucherzahl etwas ausgebremst, heisst es im Schreiben weiter.

Hälfte der Baukosten gedeckt

Von den 220’000 Franken Baukosten konnten bis heute gemäss Mitteilung rund 117’000 Franken über Sponsorengelder finanziert werden. Von den Betriebskosten in der Höhe von circa 160’000 Franken seien rund 130’000 Franken durch Eintritte, Catering und durch die Unterstützung der Stadt Winterthur abgedeckt worden. Die Differenz bei den Bau- und Betriebskosten sei aktuell mit Darlehen gedeckt.

Der Seilpark Winterthur habe die pädagogischen Ziele der ersten Saison erreicht. Pädagogen würden nach dem Besuch von gesteigertem Selbstvertrauen, überwundenen Ängsten und grosser gegenseitiger Unterstützung während der Kletterchallenge berichten.

Verhandlungen laufen

Bereits ein Tag nach Saisonende macht man sich Gedanken über das nächste Jahr. «Im Moment laufen Verhandlungen mit der Stadt Winterthur über eine Weiterführung des Angebotes ab März 2023», schreibt die Stiftung. Vorausgesetzt, dass Schülerinnen und Schüler weiterhin für fünf Franken klettern können, werde eine Optimierung einzelner Kletterelemente und des Kinderparcours und die Einbindung des Seilparks in die bestehenden Sportangebote der Stadt angestrebt. Geplante Trägerschaft sei ein Verein.

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