Publiziert 30. Juni 2022, 08:39
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Wegen Schadstoffen im Boden

Einzelne Pünten auf dem Püntenareal Neuwiesen müssen schliessen

Einige wenige Pünten auf dem Püntenareal Neuwiesen müssen schliessen. Grund dafür sind Schadstoffe, die im Boden der ehemaligen Deponie nachgewiesen wurden.

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red
Einzelne Pünten auf dem Püntenareal Neuwiesen müssen wegen Schadstoffen im Boden schliessen.

Einzelne Pünten auf dem Püntenareal Neuwiesen müssen wegen Schadstoffen im Boden schliessen.
Screenshot Google Maps

Seit dem 19. Jahrhundert wurde in einem Teilbereich des heutigen nördlichen Püntenareals Neuwiesen Kies abgebaut. Die dabei entstandene Kiesgrube diente später, während der 1930er- bis 1940er-Jahre, als Deponie und wurde unter anderem mit Abfall wieder aufgefüllt. Allerdings alles andere als umweltverträglich, was Spuren hinterlassen hat. Deshalb gelte es nun, diesen frühere, sorglosen Umgang mit Abfällen aufzuarbeiten, wie die Stadt Winterthur in einer Medienmitteilung schreibt.

Weil von solchen Arealen Schadstoffe in die Umwelt gelangen können, wurden sie im Kataster der belasteten Standorte erfasst. Bund und Kantone sorgen nun dafür, dass diese Standorte in aufwendiger Arbeit nach und nach untersucht sowie – wenn nötig – überwacht und saniert werden.

Aus diesem Grund hat die Stadt Winterthur Ende 2021 und im März 2022 Untersuchungen auf dem Püntenareal Neuwiesen veranlasst. Nun liegen die Resultate vor: Im Bereich der ehemaligen Deponie liegen erhöhte Schadstoffe vor. Betroffen sind gemäss dem Schreiben nicht nur das unter dem Boden liegende Deponiematerial, sondern auch die oberen, bewirtschafteten Bodenschichten. Dabei handle es sich vor allem um Quecksilber und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Zwar bestehe keine Gefahr für die Gesundheit, um eine Gefährdung auf längere Sicht auszuschliessen, müssten aber Massnahmen ergriffen werden. Im Grundwasser hingegen seien keine Schadstoffgehalte festgestellt worden.

Ganzes Areal wird untersucht

Die zuständigen kantonalen Behörden (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft und Amt für Landschaft und Natur) haben aufgrund der Untersuchungsresultate für den Teilbereich der ehemaligen Deponie eine Verfügung mit unterschiedlichen Massnahmen für einzelne Parzellen erlassen, heisst es in der städtischen Mitteilung weiter. Diese würden den Nahrungspflanzenanbau sowie den Aufenthalt auf den Parzellen betreffen und von Empfehlungen über Einschränkungen hin bis zum Verbot reichen. Letzteres führe zur Schliessung einiger weniger Pünten (siehe Plan).

«Die Stadt als Grundeigentümerin ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den Püntikerinnen und Püntikern sowie der Umwelt bewusst und strebt mit der schnellstmöglichen Sanierung des betroffenen Bereichs eine nachhaltige Lösung an», schreibt das Departement Finanzen. In den nächsten Wochen lasse die Stadt zudem den restlichen Teil des nördlichen Püntenareals Neuwiesen, der nicht im Kataster der belasteten Standorte eingetragen sei, ebenfalls untersuchen. Nicht, weil hier gesundheitsgefährdende Stoffe vermutet würden, sondern um das Areal ganzheitlich und abschliessend bearbeiten zu können.

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