Publiziert 02. Nov. 2022, 16:00
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Erstmals zwei Tage

Die «Startup Nights» haben das nächste Level erreicht

Am 3. und 4. November finden die sechsten «Startup Nights» statt – grösser und moderner als je zuvor.

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Ramona Kobe
Dieses Jahr werden die «Startup Nights» noch grösser und moderner als in vergangenen Jahren.

Dieses Jahr werden die «Startup Nights» noch grösser und moderner als in vergangenen Jahren.
zvg

Fünf Mal fand die «Startup Night» in Winterthur jeweils mit über 1000 Teilnehmenden statt. Dieses Jahr will der Entrepreneuer Club, der den Event organisiert, noch mehr. «Es ist Zeit für das nächste Level», sagt Co-Präsidentin Alyssia Kugler. Heisst konkret: Die «Startup Nights» finden nicht wie üblich an einem, sondern an zwei Tagen statt − folglich rechnet man mit wesentlich mehr Besuchenden. 3000 Tickets sind bereits weg, wie Kugler erzählt. Viele davon in den letzten Tagen. «Unser Publikum ist dieses Jahr sehr spontan unterwegs. Deshalb rechnen wir bis am Donnerstag mit noch mehr Anmeldungen.» Zufrieden sei man aber bereits jetzt: «Wir haben Im Vergleich zu unserem Maximum aus vergangenen Jahren schon mehr als doppelt so viele Tickets verkauft.»

Alles auf Englisch

Aufgrund der Grösse finden die «Startup Nights» nicht mehr im Technopark, sondern in den Eulachhallen auf zwei Bühnen statt − mehrheitlich auf Englisch. «Wir wollten den Event auf die ganze Schweiz ausweiten und etwa auch Leute aus der Westschweiz ansprechen», nennt Alyssia Kugler den Grund für den Sprachwechsel, der dazu geführt hat, dass sich auch Leute aus England, Estland und gar aus den USA anmeldeten. «Ausserdem ist Englisch die Sprache der Start-up-Welt.»

Ein Novum ist dieses Jahr zudem eine App, um potenzielle Investoren, Kooperationspartner oder Gründer direkt vor Ort zu treffen: In einem speziell dafür eingerichteten Bereich mit Stehtischen verabreden sich die beiden «Matches», die zuvor digital einen Termin vereinbarten, zum 20-minütigen «Speed-Dating». «So gelangen Gründerinnen und Gründer einfach an die richtigen Investorinnen und Investoren, die wiederum auf vielversprechende Start-ups treffen», führt Kugler aus. Auch um diesen Gesprächen mehr Zeit einzuräumen, weitete der Entrepreneuer Club seinen Anlass auf zwei Tage aus. «Sehr viele Programmpunkte liefen parallel, sodass die Teilnehmenden verpassten, was für sie interessant schien.» Weiter teilt Kugler mit, dass man versuche, mehr Gymnasiastinnen und Gymnasiasten anzusprechen. «Wir sind überzeugt, dass das unternehmerische Mindset schon früh gefördert werden soll.»

«Hochkarätigere» Speaker

Roland Brack, Bettina Hein, Niklas Nikolajsen von Karlshof − dieses Jahr konnte das rund 60-köpfige Team noch «hochkarätigere» Speaker gewinnen. «Auch in diesem Bereich sind wir ins nächste Level aufgestiegen. Wir legen aber auch Wert darauf, dass weiterhin frisch gegründete Unternehmen und deren Founder dabei sind», freut sich Kugler, die den Event erstmals als Co-Präsidentin organisiert. Ob sie deshalb nervös sei? «Definitiv», antwortet sie. «Ich habe die ehrenvolle Aufgabe, zusammen mit Michael Kubli, ebenfalls Co-Präsident, und Raphael Tobler, Initiator der «Startup Nights» die Eröffnungsrede zu halten und die Preise zu übergeben. Das bedeutet auch, auf Englisch vor über 1000 Leuten zu sprechen.» Ausserdem müsse sie bei spontan auftretenden Problemen die Verantwortung tragen. «In erster Linie aber freue ich mich, nun endlich die Früchte für unsere monatelange freiwillige Arbeit zu ernten.»

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