Publiziert 27. Dez. 2022, 06:30
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Regierungsrat hat Projekt genehmigt

Der Querung Grüze steht nichts mehr im Weg

Eine Brücke soll den Bahnhof Grüze und Neuhegi besser in das städtische Busnetz einbinden. Nachdem sich das Parlament und die Bevölkerung bereits vor zwei Jahren für die Querung Grüze aussprachen, sagt nun auch der Regierungsrat Ja zum Grossprojekt.

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red
Der Regierungsrat sagt Ja zur Querung Grüze, mit welcher Stadtbus besser an den Bahnhof Grüze und an Neuhegi angeschlossen wird.

Der Regierungsrat sagt Ja zur Querung Grüze, mit welcher Stadtbus besser an den Bahnhof Grüze und an Neuhegi angeschlossen wird.
Visualisierung: Stadt Winterthur

Das Gebiet Neuhegi‑Grüze spielt in der Planung der Stadt, wie sich Winterthur räumlich und wirtschaftlich entwickeln soll, eine zentrale Rolle. So wird der Bahnhof Grüze zu einem zweiten ÖV‑Hub neben dem Hauptbahnhof ausgebaut. Gleichzeitig soll auch das Umfeld des Bahnhofs qualitativ aufgewertet werden. Verschiedene Projekte sind bereits am Laufen, etwa die Querung Grüze. Im Zentrum steht dabei eine rund 390 Meter lange und 20 Meter breite Brücke für den Bus, mit dem Stadtbus sowie das Fuss- und Velowegnetz besser an den Bahnhof Grüze und an das Entwicklungsgebiet Neuhegi angeschlossen wird. Auf der Brücke, die für den motorisierten Individualverkehr nicht befahrbar ist, werden Bushaltestellen mit direktem Anschluss an die Perrons zu liegen kommen.

Kosten wird der Neubau voraussichtlich knapp 73 Millionen Franken. Weil die Brücke im regionalen Richtplan als Verbindungsstrasse klassiert ist, werden die Kosten mehrheitlich durch den kantonalen Strassenfond finanziert. Zudem ist das Vorhaben im Agglomerationsprogramm der 2. Generation enthalten und wird vom Bund mit 23,7 Millionen Franken mitfinanziert.

Auch der Regierungsrat sagt Ja

Im August 2020 hat das Stadtparlament Winterthur dem Kreditantrag für den Bau der Querung Grüze zugestimmt. Und auch die Stimmberechtigten haben sich im November 2020 mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 61,7 Prozent deutlich für den Bau ausgesprochen. Nun hat auch der Regierungsrat das Projekt, gestützt auf das Strassengesetz, genehmigt, wie er mitteilt. «Das Projekt ist ein wichtiger Baustein zur Zentrumserschliessung Neuhegi-Grüze», lässt sich Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zitieren. «Ich freue mich, dass wir mit der Genehmigung einen Schritt weitergekommen sind.»

Als weiteren Entwicklungsschritt wird die Stadt Winterthur gemeinsam mit dem Kanton die Planung der Zentrumserschliessung Neuhegi-Grüze sowie die kombinierte Unterführung für den Fuss- und Veloverkehr vorantreiben. Im kommenden Januar soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

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