Publiziert 03. Nov. 2022, 06:00
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Reduktion gilt nur für Verbrauchsgebühr

Das Wasser bleibt in Winterthur günstiger

Der Stadtrat hat beschlossen, die befristete Reduktion des Wassertarifs von 2022 um ein Jahr zu verlängern.

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red
Das Wasser in Winterthur bleibt auch im kommenden Jahr günstiger.

Das Wasser in Winterthur bleibt auch im kommenden Jahr günstiger.
zvg

Der Winterthurer Wassertarif ist letztmals 2011 mit Inkrafttreten der neuen Verordnung über die Abgabe von Wasser (VAW) angepasst worden. Die Betriebsreserve hat sich in den letzten elf Jahren erhöht. Deshalb steht das Geschäftsfeld Wasserversorgung mit einem Eigenfinanzie­rungsgrad von rund 95 Prozent sehr gut da, wie die Stadt Winterthur mitteilt.

Die Mehreinnahmen seien unter anderem auf die hohen Wasserverkäufe an die benachbarten Gemeinden zurückzuführen. Diese hätten in den vergangenen Jahren aufgrund der vermehrten Trockenheit sowie der Problematik rund um die Abbauprodukte des Pestizids Chlorothalonil ihren Wasserbezug massiv erhöht.

Verbrauchsgebühr sinkt um 30 Prozent

Der Eigenwirtschaftsbetrieb Wasserversorgung von Stadtwerk Winterthur untersteht dem kantonalen Wasserwirtschaftsgesetz. Dieses untersagt eine Abgabe aus der Betriebsreserve der Wasserversorgung an den steuerfinanzierten Haushalt der Stadt Winterthur – anders als bei den Eigenwirtschaftsbetrieben im Strom- und Gasbereich. Der Stadtrat möchte die Kundschaft an der guten finanziellen Situation der Wasserversorgung teilhaben lassen, wie er schreibt. Deshalb hat er beschlossen, die auf das Jahr 2022 befristete Reduktion des Wassertarifs um ein Jahr zu verlängern. Die Reduktion sei vorerst auf das Jahr 2023 befristet, da in den kommenden 15 Jahren grosse Investitionen anstehen würden, beispielsweise der Ersatz der zwei grössten Reservoire.

Die Reduktion beläuft sich für die Verbrauchsgebühr auf 25 Rappen. 2023 kostet ein bezogener Kubikmeter Wasser dank der Reduktion nicht 85 Rappen, sondern 60 Rappen. Ein Vierpersonenhaushalt spart bei einem durchschnittlichen Wasserjahresverbrauch von 200 Kubikmetern durch die auf das Jahr 2023 befristete Tarifsenkung etwa 50 Franken. Von der Anpassung ausgenommen sind die Leistungs- und die Grundgebühr sowie Wasserinstalla­tionen für vorübergehende Zwecke, beispielsweise auf Baustellen. Die Senkung erfordere eine Anpassung der bestehenden Tarifordnung über die Abgabe von Wasser aus dem Jahr 2011.

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