Publiziert 21. Jan. 2023, 06:30
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Um Netto-Null-Ziel bis 2035 zu erreichen

Mindestens 30 Millionen für neue Heizungen

Damit die Stadtverwaltung das Klimaziel Netto-Null CO2 bis 2035 erreicht, müssen sämtliche fossilen Heizsystem in den städtischen Gebäuden ersetzt werden. Kostenpunkt: 30 Millionen Franken.

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red
Ab 2035 soll in allen städtischen Gebäuden nur noch mit erneuerbaren Energien geheizt werden.

Ab 2035 soll in allen städtischen Gebäuden nur noch mit erneuerbaren Energien geheizt werden.
zvg

Von den rund 550 städtischen Liegenschaften werden aktuell 231 Liegenschaften mit Energien aus nicht erneuerbaren Quellen beheizt. Davon sind rund 80 Prozent Gasheizungen, 13 Prozent Ölheizungen und 7 Prozent Elektroheizungen in Betrieb. Die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizsysteme sind unterdurchschnittlich gross. Ihr Anteil an der Heizleistung im Gesamtportfolio der Stadt beträgt rund 39 Prozent.

Um das Klimaziel Netto Null CO2 bis 2035 zu erreichen, das der Stadtrat der Verwaltung gesetzt hat, müssen sämtliche städtische Liegenschaften künftig mit Heizwärme aus erneuerbaren Quellen wie Fernwärme, erneuerbarem Strom oder Holz versorgt werden. Ab 2025 sollen jährlich rund 21 Anlagen ersetzt werden – dies entspricht einer etwa vierfach höheren Anzahl an jährlich umzusetzenden Projekten als heute. Das schreibt das Departement Bau in einer Medienmitteilung.

Das Amt für Städtebau rechne mit Kosten von circa 30 Millionen Franken; verteilt auf elf Jahre sind das rund 2,7 Millionen pro Jahr. Darin enthalten seien keine weiteren allenfalls notwendigen Investitionen wie etwa die energetische Sanierung der Gebäudehülle oder Anpassungen an der Gebäudesubstanz.

Umsetzungskonzept soll Ende Jahr stehen

Als erster Schritt erarbeitet das Amt für Städtebau in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Energie, mit Stadtwerk Winterthur und der Fachstelle Klima und unter Einbezug der Departemente als Eigentümervertretungen ein Umsetzungskonzept für die Stadt. Dieses soll unter anderem eine Kategorisierung der Liegenschaften anhand von Heizsystem und Gebäudehülle, die Kapazitäten von Wärmenetzen und die Verfügbarkeit von Heizsystemen am Beschaffungsmarkt, eine Grobkostenschätzung je Liegenschaft anhand von Kategorien sowie eine Priorisierung der Umsetzung aus energetischer Sicht hinsichtlich des Einsparpotenzials enthalten.

Das Konzept soll Ende dieses Jahres vorliegen, heisst es im städtischen Schreiben weiter. Auf dieser Grundlage können die Projekte für die Folgejahre budgetiert werden, sodass 2025 mit den ersten Projekten für den Heizungsersatz gestartet werden kann.

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