Publiziert 02. Sep. 2022, 13:00
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Yellow-Trainer Oliver Roth im Interview

«Wir wollen besser sein als letzte Saison»

Yellows Handballerinnen haben sich auf die Saison 2022/23 hin punktuell verstärkt und wollen den vierten Rang der vergangenen NLA-Meisterschaft zumindest bestätigen. Trainer Oliver Roth im Kurzinterview mit 84XO.

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George Stutz
Yellow-Trainer Oliver Roth möchte mit seinen Handballerinnen an die letzte Saison anknüpfen und einen weiteren Schritt in Richtung nationale Spitze tun.

Yellow-Trainer Oliver Roth möchte mit seinen Handballerinnen an die letzte Saison anknüpfen und einen weiteren Schritt in Richtung nationale Spitze tun.
Martin Deuring

Yellows NLA-Handballerinnen erreichten im Frühling nach einer überzeugenden Saison den starken vierten Rang. Trainer Oliver Roth sagt, wohin die Reise in der am kommenden Samstag, 3. September startenden Meisterschaft gehen soll.

Oliver Roth, nach einer starken letzten Saison mit Rang vier dürften die Erwartungen auch dieses Jahr wieder hoch sein. Zurecht?

Oliver Roth: Wir hatten letzte Saison eine gute und in der entscheidenden Phase auch verletzungsfreie Zeit. Die Zuzüge auf letzte Saison haben sehr gut mit den bestehenden Spielerinnen harmoniert, und wir konnten die Leistung auf die Platte bringen.
Für die kommende Saison konnten wir uns vor allem in der Breite verbessern. Plötzlich sind wir genügend Spielerinnen in der Halle, um 6:6 trainieren zu können. Es braucht mehr Einsatz für den Erfolg, ob Deckung oder Angriff, und somit steigt das Niveau. Somit «Ja» – unsere Erwartungen an uns selber sind hoch.

Mit der brasilianischen Spielmacherin Maria Paula Holtz Macedo und Nationalspielerin Jenny Murer sind Yellow zwei Transfercoups gelungen. Wie sehr konnten die beiden Spielerinnen in der kurzen Zeit bereits ins Spiel integriert werden?

Mit den «Neuen» sind wir auf gutem Wege. Maria bekommt viel Trainingszeit, um sich als Spielmacherin mit den Nebenspielerinnen zu finden. Aber da bin ich mir bewusst, das braucht Zeit und Geduld, und diese müssen wir ihr auch zugestehen, damit sie ihre Qualitäten dann zeigen kann. Mit Jenny ist die Situation anders. Sie ist noch in der Reha und braucht noch etwas Zeit, bis sie wieder auf der Platte steht. Umso mehr bringt sie sich aber tagtäglich ins Team ein mit ihrer Erfahrung und der nötigen Einstellung, um im Spitzensport erfolgreich sein zu können. Das macht Spass und bringt uns alle weiter.

Yellow kriegt mit dem LK Zug gleich einen happigen Gradmesser vorgesetzt. Eher ein Vor- oder ein Nachteil?

In einer Achter-Liga kommt es nicht wirklich darauf an, gegen wen man am ersten oder letzten Spieltag spielt. Wir werden uns gegen alle behaupten müssen oder vielmehr wollen und zeigen, was wir die neue Saison so drauf haben. Aber klar – gegen Zug musst du sicherlich niemanden «extra» motivieren.

Ist das Saisonziel bereits fixiert?

Die Ziele innerhalb der Mannschaft sind fixiert. Klare Ziele bringen einen klaren Fokus. Das «teaminterne Ziel» werde ich hier aber nicht formulieren. Der neue Modus ermöglicht es, quasi Teilziele zu haben. So eines wäre: Wir wollen in die Finalrunde. Schlechter sein als letzte Saison wollen wir auch nicht – und der gleiche Rang wäre ja kein Schritt vorwärts.Wir trainieren , um besser zu sein als am Tag oder der Saison zuvor.

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