Publiziert 31. Mai 2022, 16:33
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Tunahan Çiçek verhalf FCW zum Aufstieg

Statt Bier darf es auch ein Angebot für die Super League sein

Tunahan Çiçeks zwei Tore schickten den FC Aarau ins Verderben und den FC Winterthur ins Glück. Wo der gebürtige Arboner nächste Saison spielt, ist noch ungewiss. Eine Rückkehr in die Eulachstadt schliesst er nicht aus.

G
George Stutz
Immer wieder für entscheidende Tore gut: Tunahan Çiçek.

Immer wieder für entscheidende Tore gut: Tunahan Çiçek.
volksblatt.li

Die Endphase der Challenge- League-Saison 2021/22 war an Dramatik kaum zu überbieten. Am Ende standen drei Mannschaften mit je 65 Punkten an der Spitze der Tabelle. Die Winterthurer stiegen direkt auf, der FC Schaffhausen durfte in die Barrage (wo er am Wochenende am FC Luzern scheiterte) und der vor der letzten Runden mit drei Punkten Vorsprung an der Spitze stehende FC Aarau ging leer aus. An dieser insbesondere für den FC Winterthur hervorragenden Konstellation hatte ein ehemaliger FCW-Kicker massgeblichen Anteil: Tunahan Çiçek. Der 30-Jährige offensive Mittelfeldspieler versprühte bereits 2014 bis 2016 auf der Schützenwiese viel Spielwitz und viel Zug aufs Tor.

Vergleichbare Reaktionen wie beim Aufstieg des FC Vaduz vor zwei Jahren

Nach einem Abstecher in die Türkei stiess er danach zum FC Schaffhausen und über Neuenburg Xamax 2019 zum FC Vaduz. Dort stieg er mit den Liechtensteinern via Barrage gegen den Oberklassigen FC Thun in die Super League auf. Çiçeks steuerte sowohl beim 2:0 zuhause, als auch beim 3:4 im Berner Oberland einen Treffer für die Aufstiegsmannschaft Mario Fricks. «Diese Tore haben im Ländle und bei mir sehr grosse Emotionen ausgelöst, in Sachen Reaktionen sind meine beiden Tore vor zehn Tagen in Aarau aber durchaus damit zu vergleichen», lacht Çiçek.

Es sei auch für ihn speziell gewesen, dass er mit seinen beiden sehenswerten Treffern gleich zwei seiner ehemaligen Vereine ins Glück geschossen hatte. «Es war lustig und schön zugleich, als zuerst der FC Schaffhausen anrief und sich die Spieler bei mir bedankten und mich auch gleich an die Barrage-Spiele in der Munotstadt und in Luzern einluden. Nur wenig später erhielt ich einen Anruf von Piwi Egg, den ich noch aus meinen FCW-Zeiten her kenne. Per Video-Telefonie bedankten sich die Spieler des FCW aus dem Car, der sie von Kriens nach Winterthur an die grosse Party brachte», so Çiçek. Auch die Medien rissen sich um ihn.

Etwas Bier und Kebab als Dankeschön von Seiten Winterthur

In einem TV-Interview sagte er mit einem Augenzwinkern, er erhoffe für sich und sein Team von Seiten der Winterthurer schon ein paar Kebabs und ein paar Bier als kleines Dankeschön. Ist bereits eine Lieferung in Vaduz eingetroffen? Tunahan Çiçek winkt lachend ab: «Noch nicht!» Würde sich der gebürtige Arboner denn auch auf ein Vertragsangebot des FCW anstelle von Getränken und der Nationalspeise seines Heimatlandes freuen? «Wieso nicht, für die kommenden Saison ist bei mir noch alles offen. Noch einmal in der Super League zu spielen, wäre schon ein Traum. Ich kenne aber noch viele Leute beim FC Winterthur und würde mich auch gleich selbst bei ihnen melden. Ich denke, mit 14 Saisontoren und 11 Assists habe ich mich sicher empfohlen.»

Noch ist ungewiss, bei welchem Club der gebürtige Arboner nächste Saison spielen wird. Eine Rückkehr nach Winterthur schliesst er nicht aus.

Noch ist ungewiss, bei welchem Club der gebürtige Arboner nächste Saison spielen wird. Eine Rückkehr nach Winterthur schliesst er nicht aus.
zvg

Durchaus möglich aber, dass Çiçek auch beim FC Vaduz nochmals eine Saison anhängen wird und so mit den Liechtensteinern die Rückkehr in die oberste Liga der Schweiz erneut anpeilen wird. «Wenn du wie zuletzt den FC Aarau in dessen Stadion schlägst und im Dezember auch den FCW auf der «Schützi» 3:2 geschlagen hast und als Wintermeister in die Weihnachtspause gingst, fragst du dich schon, weshalb nicht mehr möglich war. Wir hatten mit dem Abgang von Mario Frick zu Jahresbeginn aber einen Trainerwechsel und brauchten danach einige Zeit, um wieder in Schwung zu kommen. Zuletzt lief es wieder gut, um vorne um den Aufstieg zu spielen, war es aber leider zu spät», so Çiçek.

Mit einer tollen Saison für eine Rückkehr in die Super League empfohlen

Wo der sympathische Thurgauer nächste Saison auch spielen wird, er wird wieder alles geben und mit seiner Spielintelligenz und seinem Torriecher wieder für die eine oder andere kleine oder ganz grosse Entscheidung besorgt sein. Neuen Elan für neue Taten auf den Fussballplätzen holt er sich nun aber zuerst einmal in wohlverdienten Ferien in Italien.

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