Publiziert 26. Aug. 2022, 12:25
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Teampräsentation bei der Hasler + Co AG

Pfadis Handballer sind grundsätzlich bereit

Wo die Pfader zum Saisonstart stehen, wird sich am kommenden Donnerstag in der ersten Partie beim HC Kriens-Luzern zeigen.

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George Stutz
In den Ladenräumlichkeiten der Hasler + Co AG stellte Meinrad Landolt (r.) das Pfadi-Team 2022/23 kurz vor.

In den Ladenräumlichkeiten der Hasler + Co AG stellte Meinrad Landolt (r.) das Pfadi-Team 2022/23 kurz vor.
George Stutz

Mit einem leichten Jahresgewinn im letzten Vereinsjahr, der neugegründeten Pfadi Winterthur AG, mit den wiederum top vermarkteten Trikots und mit ihren engagierten Gönnerbewegungen gehen die Pfader zumindest in wirtschaftlicher Sicht bestens aufgestellt in die am kommenden Donnerstag startende Handballmeisterschaft 2022/23. Dies unterstrichen gestern an der von rund 150 Gästen besuchten Teampräsentation in den Räumlichkeiten der Hasler + Co AG Vereinspräsident Jürg Hofmann und Verwaltungsratspräsident Jan Schoch.

Sportlich gesehen soll die nach 14 Abgängen neuformierte NLA-Mannschaft auf dem Spielfeld für Furore und Begeisterung sorgen und so an jedem Heimspiel die Axa Arena möglichst bis auf den letzten Platz füllen. Trainer Goran Cvetkovic und Captain Kevin Jud hoben die gute Stimmung in der Mannschaft und die bestens klappende Integration der neuen Spieler aus verschiedenen Nationen hervor.

Nach dem Apéro zum Testspiel

Dass die Mannschaft auch spielerisch und leistungsmässig so weit bereit ist und in der kommenden Saison neben Neuzugängen wie Rückraumshooter Arsenije Dragasevic, Kreisläufer Eduardo Mendonça, der spanische Weltmeister und Abwehrspezialist Viran Morros oder Torhüter Admir Ahmetasevic vor allem die ganz jungen Spieler wie der 19-jährige Dominik Ruh, der 18-jährige Alessio Lio, der 20-jährige Lukas Osterwalder oder der gleichaltrige Noam Leopold mit ihrer unbekümmerten, frechen Spielweise viel Freude bereiten werden, zeigte sich nach der Teampräsentation in der Axa Arena. Dort traf Pfadi im letzten Test auf den Siebten der österreichischen Bundesliga, Handball Tirol. Die Pfader gewannen problemlos 34:23 (19:10).

Ob der momentane Formstand aber bereits dazu ausreicht, im Startspiel den nicht nur mit Andy Schmid verstärkten HC Kriens-Luzern und am Sonntag darauf gegen St. Otmar St. Gallen im ersten Heimspiel zu reüssieren, wird sich weisen. Tatsache ist eben auch, dass die Pfader mit einer bereits längeren Verletztenliste in die Meisterschafts starten müssen. Mit Lukas Heer, Hadj Sadok, Aleksandar Radovanovic, Henrik Schönfeldt und Gian-Luca Bühlmann fehlen zumindest zu Beginn gleich fünf Aufbauer, dazu kommt noch Abwehrspezialist Stefan Freivogel, dessen Comeback nach einer Brustmuskelverletzung allerdings bereits im September erwartet werden kann.

Das Ausschöpfen des Potenzials als Fernziel

Wohl auch deshalb wird bei Pfadi im Vorfeld der neuen Meisterschaft in Sachen Saisonzielen erst einmal von der Playoff-Qualifikation gesprochen. Auch europäisch gesehen, stapelt der amtierende Schweizer Vizemeister etwas tiefer, hat man sich doch für den European Cup anstelle der etwas höher eingestuften European League entschieden. «Aber da wollen wir nach Möglichkeit sehr weit kommen», forderte Vereinspräsident Jürg Hofmann.

Pfadis Plan zielt also dahin ab, Zeit zu gewinnen, um die Neuen noch besser einzubinden, aber auch um die Rekonvaleszenten nach der Genesung wieder an Topleistungen heranführen zu können. Nur so wird es gelingen, in den entscheidenden Phasen der Meisterschaft, aber auch auf der europäischen Bühne, das durchaus vorhandene, grosse Potenzial ausschöpfen und um Titel spielen zu können.

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