Publiziert 21. Apr. 2022, 08:22
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Andreas Mösli zur Aufstockung der Super League

«Mit einer 12er Super League könnten wir gut leben»

Die Swiss Football League entscheidet am 20. Mai über eine Aufstockung der Super League und eine Modusänderung. FCW-Geschäftsleitungsmitglied Andreas Mösli nimmt Stellung zu den Vorschlägen.

G
George Stutz
Andreas Mösli äussert sich zur geplanten Aufstockung der Super League und einem vorgeschlagenen neuen Modus mit Playoff-Partien.

Andreas Mösli äussert sich zur geplanten Aufstockung der Super League und einem vorgeschlagenen neuen Modus mit Playoff-Partien.
zvg

Geht es nach einem Vorschlag der Swiss Football League (SFL), sollten nach einem Übergang in der kommenden Saison ab der Meisterschaft 2022/23 neu zwölf statt wie bis anhin zehn Mannschaften in der Super League vertreten sein. Zudem soll der Meister – ähnlich dem Eishockey – am Ende der Saison durch Playoffs ermittelt werden. Ersteres hiesse, dass es in der Saison 2022/23 keinen Absteiger gäbe. Dies käme nach einem allfälligen Aufstieg auch dem FC Winterthur zugute. «Der Aufsteiger hätte so eine Saison, um sich ohne Abstiegssorgen in der obersten Liga anzuklimatisieren», sagt Andreas Mösli, Kommunikationschef und Mitglied der FCW-Geschäftsleitung.

Gemäss ihm sind die Diskussionen um die Vorschläge der SFL in vollem Gang: «Wir sind für eine Aufstockung der obersten Liga auf zwölf Teams und eine Challenge League mit zehn Mannschaften, soviel können wir zum jetzigen Zeitpunkt sagen. Unsere Haltung in puncto Modus werden wir unter anderem auch nach einem Austausch mit den anderen Klubs demnächst definieren», so Mösli. In der Tendenz stehe man beim FCW der Playoff-Idee kritisch gegenüber. Mösli kann sich vorstellen, dass in den kommenden Wochen noch weitere Vorschläge für eine Modus-Reform auf den Tisch kommen werden. Auch beim FC Winterthur wird zurzeit rege über eigene Ideen diskutiert, die in die lebhafte Debatte mit den anderen Klubs eingebracht werden sollen.

Potenzial an Aufstiegswilligen nutzen

Klar ist für den FC Winterthur jedoch, dass sowohl die Spitzenliga als auch die Challenge League als Ausbildungsliga in den kommenden Jahren attraktiv bleiben müssen und dass die jetzige Situation, mit einigen Challenge-League-Teams mit Potenzial für den Sprung nach oben, ausgenützt werden muss: «Unter anderen mit Aarau, Xamax Neuenburg, Thun, Vaduz und uns haben wir Teams in der Liga, denen durchaus höhere Aufgaben zugetraut werden können.»

Trittbrett für Talente anderer Klubs

Dass nach einer Anpassung dereinst auch die U21-Mannschaften der Super-League-Klubs in die Challenge League aufsteigen dürfen, kommt für den FCW nicht in Frage: «Die Challenge League lebt davon, dass Talente, die im Oberhaus noch keinen Unterschlupf finden oder dort noch zu wenig Einsätze erhalten, sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Spieler, wie beim FCW beispielweise YB-Leihspieler Samuel Ballet, sorgen mit für eine attraktive Liga, gleichzeitig belasten sie die Challenge-League-Budgets nicht übermässig», so Mösli. Könnten die zweiten Mannschaften der Top-Teams in die zweitoberste Liga nachrücken, so würden deren Talente kaum mehr an andere Clubs ausgeliehen. «Unsere Liga lebt zudem von den Duellen mit den Fanionteams der traditionellen Challenge-League-Klubs, so gesehen wäre es wohl auch für Zuschauer weniger attraktiv, wenn es gegen die Nachwuchsteams der Super League ginge», so Andreas Mösli.

  • Ist der FC Winterthur Super-League-tauglich? Ja, vor allem auch neben dem Platz, findet 84XO-Redaktionsleiter George Stutz in seinem Kommentar.

Vor der GV am 20. Mai sind also die 20 Super-League- und Challenge-League-Klubs gefordert. Während die Aufstockung auf breite Zustimmung treffen dürfte, könnte es in Sachen Modus-Wechsel durchaus zu einem mehrheitsfähigen Gegenvorschlag kommen.
Vorerst aber wird der FCW sich als gejagter Leader bestätigen müssen. Am kommenden Sonntag gehts zum unbequemen Aufsteiger Yverdon Sport. Wiederum profitieren die Winterthurer Fans von einem Extrazug.

Alle Informationen dazu finden sich auf www.fcwinterthur.ch.

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