Publiziert 18. Jan. 2023, 14:35
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FC Winterthur

Drehkreuz-Premiere und Ltaief-Comeback am Sonntag

Der FC Winterthur startet am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Servette ins neue Jahr. Zum Einsatz kommen erstmals Drehkreuze beim Eingang und wohl auch Rückkehrer Sayfallah Ltaief.

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George Stutz

Am kommenden Sonntagnachmittag, 22. Januar, startet der FC Winterthur mit dem Super-League-Heimspiel gegen Servette ins Fussballjahr 2023. Die Genfer sind der erste Verfolger des mit zehn Punkten Vorsprung die Tabelle anführenden BSC Young Boys. Im letzten August schlug Servette den FCW in Genf in einer hart umkämpften, spielerisch bescheidenen Partie nur aufgrund eines Elfmeters mit 1:0. Seither haben sich beide Teams gesteigert. Die Winterthurer nehmen das neue Fussballjahr mit einem Vierpunkte-Polster auf den Tabellenletzten FC Zürich und einem Vierpunkte-Rückstand auf die davorliegenden Sion, Grasshoppers und Luzern in Angriff.

Entscheidend wird am Sonntag auf der Schützenwiese sein, welches Team besser aus der über zweimonatigen (WM-)Pause kommt. Die Winterthurer bestritten am Dienstag gegen den neunten der Promotion League, den FC Rapperswil-Jona, das letzte von einem halben Dutzend Trainingsspielen. Das Team Bruno Berners trat bei garstigem Winterwetter auf dem Rapperswiler Kunstrasen nicht in Bestbesetzung (Di Giusto, Ltaief, Corbaz, Diaby nicht im Aufgebot) an.

Der FCW zeigte dabei lange Zeit Mühe, Angriffe über mehrere Stationen mit genauen Zuspielen gefährlich vor das gegnerische Tor vorzutragen. Symptomatisch dafür fiel Remo Arnolds Führungstreffer nach einem «Gestocher» vor dem Rapperswiler Gehäuse, denn nach einem spielerisch überzeugenden Angriff. Dem Gusto Berners dürfte der zweite Treffer, den Tobias Schättin nach schönem Zuspiel Adrian Gantenbeins erzielte, schon eher zugesagt haben. Der FCW gewann mit 2:0 zu knapp, wobei auch die teilweise keck aufspielenden Sanktgaller durchaus zwei sogenannt 100-prozentige Torchancen hatten.

Für die Winterthurer dürfte es am Sonntag gegen Servette existenziell werden, ob sie den Rhythmuswechsel zur Super League – sämtliche Testspiele fanden gegen Unterklassige statt – auf Anhieb problemlos überbrücken können. Obwohl bei den Feldspielern den Abgängen von Marin Cavar, Florian Kamberi und der leihweisen Abgabe Pascal Hammers an den FC Biel nur der Zuzug Sayfallah Ltaiefs gegenübersteht, stehen Bruno Berner mit Samuel Ballet und Francisco Rodriguez zwei im Herbst verletzungsbedingt ausgefallene Leistungsträger wieder zur Verfügung.

Neue Drehkreuze

Mit etwas Verspätung werden am Sonntag erstmals die im Stadionkatalog der Swiss Football League (SFL) vorgegebenen Drehkreuze in den Sektoren A, B und C in Betrieb genommen, wie Mediensprecher und Geschäftsleitungsmitglied Andreas Mösli auf Anfrage sagt: «Für die Fans heisst das einzig, vor dem Stadion Ticket/Saisonkarte mit dem Code bereit halten – bei Ermässigungen auch den Ausweis – und beim Drehkreuz-Scanner entwerten.»

Betreffend Tickets hat Mösli, Stand Mittwochmorgen, gute News: «Tickets für die Heimsektoren gibt es bis zum Spielanpfiff online über unsere Website sowie ab sofort auch physisch bei unserem neuen Partner Tourist Information im Hauptbahnhof. Falls nicht anders kommuniziert, gibt es dort auch ein kleines Kontingent für die Bierkurve (Sektor B) – allerdings nur für FCW-Fans – kein Zutritt für gegnerische Fans. Nicht verzagen: Es kann auch sein, dass kurz vor dem Spiel nochmals Tickets in den Verkauf kommen, die aus reservierten Kontingenten nicht eingelösten worden sind.»

Trotz Schneefall Match derzeit nicht in Gefahr

Am Samstag und am Sonntag werden auch im Raum Winterthur neue Schneefälle erwartet. Gemäss Andreas Mösli braucht es allerdings einiges, bis ein Super-League-Spiel deswegen abgesagt wird: «Falls etwa grosse Mengen schwerer Schnee fallen oder dadurch tiefer, morastiger Boden entsteht, entscheidet die SFL in Absprache mit dem Heimklub oder am Matchtag bis spätestens eine Stunde vor Anpfiff der Schiedsrichter über die Durchführbarkeit. Im Moment sehen wir trotz leichtem Schneefall und tiefen Temperaturen keinen Grund, weshalb am Sonntag nicht angepfiffen werden soll. Falls sich dies ändern sollte, werden wir es auf unserer Website und den Sozialen Medien entsprechend kommunizieren.»

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