Publiziert 06. Jan. 2023, 10:40
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Red Ants im Halbfinal

Der zwölfte Cupsieg: So nah und doch so fern

Am 14. Januar kämpfen die Red Ants um den Einzug in den Cupfinal. Doch der Weg zum zwölften Titel wird kein leichter sein, wartet mit Unihockey Berner Oberland doch ein Gegner auf die Winterthurerinnen, der es in sich hat.

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Ramona Kobe
In der Meisterschaft hatten die Red Ants gegen Unihockey Berner Oberland zweimal das Nachsehen. Für einen Sieg im Cuphalbfinal brauchts Konzentration, Ausdauer und Kampfbereitschaft.

In der Meisterschaft hatten die Red Ants gegen Unihockey Berner Oberland zweimal das Nachsehen. Für einen Sieg im Cuphalbfinal brauchts Konzentration, Ausdauer und Kampfbereitschaft.
Dieter Meierhans

Nach drei Wochen Weihnachtspause gilt es für die Red Ants am kommenden Sonntag wieder ernst. Mit den Skorps steht ihnen der Tabellenleader gegenüber – eine schwierige, aber nicht unlösbar Aufgabe. Denn: Die Ameisen warfen die Emmentalerinnen im Achtelfinal aus dem Cup. Dreimal holten sie einen Rückstand auf, gingen dann im letzten Drittel mit zwei Toren Vorsprung in Führung und retteten sich regelrecht in den Viertelfinal. Dieser war dann eine klare Sache: Gleich mit 8:1 besiegten sie den Aufsteiger Waldkirch St. Gallen und treffen nun am 14. Januar in Seftigen auf Unihockey Berner Oberland.

Für Andrina Hirschi, die seit kurzem mit Steven Tsao an der Seitenlinie steht, nachdem Raphael Röthlin sein Amt als Cheftrainer Ende November auf eigenen Wunsch niederlegte, ist das erste Spiel nach einer Pause immer ein wichtiger Gradmesser. «Für uns ist es sicher ein Vorteil, wartet mit den Skorps ein starker Gegner, der auch körperbetont spielt», sagt Hirschi im Hinblick auf den Cuphalbfinal in Bern.

Eine knappe Sache

Dort lockt der Einzug in den Final. Und damit die Möglichkeit, den zwölften Cupsieg nach Winterthur zu holen. Zuletzt klappte dies in der Saison 2011/2012, seither war im Halbfinal jeweils Endstation – zweimal gegen die Kantonsrivalinnen und Matadorinnen Kloten-Dietlikon-Jets, einmal gegen Piranha Chur. Mit BEO gilt es nun, einen neuen Gegner zu bezwingen. Doch auch der hat es in sich. In der laufenden Meisterschaft gewannen die Berner Oberländerinnen im September deutlich mit 8:3, im Dezember musste zwar die Verlängerung entscheiden, doch in dieser hatten erneut die Red Ants das Nachsehen. Das Halbfinalspiel dürfte wieder knapp werden, prophezeit Andrina Hirschi. «Jedoch kehren bei uns einige zuletzt verletze Spielerinnen zurück. Das bringt uns mehr Breite und Qualität als zuletzt im Dezember.»

Andrina Hirschi

«Wir haben bewiesen, dass wir bereit sind. Die Formkurve zeigt klar nach oben»

Für einen Sieg brauche es Konzentration über mindestens 60 Minuten, Ausdauer und Kampfbereitschaft. «BEO ist ein Team, das körperbetont spielt», weiss Hirschi. «Wir haben bewiesen, dass wir bereit sind. Die Formkurve zeigt klar nach oben.» Zudem werden sie versuchen, die Erfolge der letzten Cuppartien mental wieder aufzuleben. «Wir werden taktisch gut vorbereitet sein. Es ist ausserdem ein Vorteil, haben wir erst kürzlich gegen BEO gespielt, so sind den Spielerinnen gewisse Szenen noch präsent.»

Alles oder nichts

Entscheidet die aktuelle Tabelle, sind die Gastgeberinnen in der Favoritenrolle. Davon lässt sich Hirschi aber nicht beirren. «Wir haben im Cup schon gegen die Skorps bewiesen, dass Meisterschaft und Cup nicht das Gleiche ist. Im Cup kann immer alles passieren.» Klar schaue sie die Tabelle an und wisse, dass BEO zuletzt über mehrere Spiele erfolgreich gewesen sei. Aber: «Es geht nun um ein einziges Spiel, um alles oder nichts.» Wer gewinnen wolle, müsse in jeder Halle und zu jeder Zeit bereit sein – auch erst um 20.30 Uhr auswärts in Seftigen.

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