Publiziert 17. Juli 2022, 15:29
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1:1 im Super-League-Startspiel gegen den FCB

Der FCW war der Sensation nahe

Ein begeisternder FC Winterthur war dem Sieg näher als der grosse FC Basel.

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George Stutz
Bevor der FCW 90 beeindruckend starke Minuten auf den Rasen zauberte, begeisterte die Bierkurve mit Witz und Kreativität.

Bevor der FCW 90 beeindruckend starke Minuten auf den Rasen zauberte, begeisterte die Bierkurve mit Witz und Kreativität.
George Stutz

Besser hätte der FC Winterthur sein Super-League-Abenteuer nicht angehen können. Bereits nach drei Minuten lief Roman Buess in einen katastrophalen Pass des Basler Nationalspielers Fabian Frei, bediente Samir Ramizi und der liess nicht zweimal bitten, Marwin Hitz im Tor des FCB ein erstes Mal zu bezwingen. Wer dachte, der FC Basel habe nur den Start verschlafen und werde fortan das Szepter übernehmen und auf den Ausgleich drücken, sah sich getäuscht.

Dominierender FCW

Es war die Mannschaft Bruno Berners, die ganz im Cup-Stil leidenschaftlich kämpfte, aber auch spielerisch immer wieder überraschte und zu überzeugen wusste. Das 6:2-Cornerverhältnis zugunsten des FCW zur Pause war bezeichnend für die hervorragende Leistung der Heimmannschaft im restlos ausverkauften Hexenkessel Schützenwiese. Die Basler, die vor der Pause nur zweimal für Gefahr im Sechzehner des FCW sorgen konnten, taten sich auch nach der Pause gegen den aufsässigen Aufsteiger schwer. Ja, Francisco Rodrigues hätte die Winterthurer nur kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem Schuss aus spitzem Winkel in Führung bringen können. Hitz wehrte diesen und später auch einen gut getretenen Schuss Matteo Di Giustos ab.

Di Giusto hatte den Sieg auf dem Fuss

Mit ihrem einzigen sehenswerten Angriff in der zweiten Halbzeit kamen die Basler in der 70. Minute dennoch zum Ausgleich durch ihren holländischen Abwehrchef Wouter Burger. Der FCW liess sich jedoch nicht entmutigen und schon gar nicht von Alex Freis Team in die eigene Platzhälfte drücken. Im Gegenteil. Matteo Di Giusto konnte nach einem weiten Abschlag von FCW-Keeper Jozef Pukaj und einem weiteren Schnitzer in der FCB-Abwehr alleine auf Marwin Hitz zulaufen, liess diesen stehen und wollte den Ball in Richtung leeres Tor schieben. Die sogenannt 100-prozentige Torchance vereitelte jedoch der Basler Michael Lang mit einer Grätsche zum Ball im allerletzten Moment. So gesehen war der FC Basel mit einem 1:1 sehr gut bedient. Oder wie sagte Alex frei nach Spielende, als ihn ein Reporter fragte, ob er sich als FCW-Trainer über den verpassten Sieg ärgern würde? «Ja!»

Mit nur einem statt drei Punkten, jedoch mit zusätzlichem Selbstvertrauen nach einem ganz starken Auftakt, reisen die Winterthurer am kommenden Samstag zum Ostschweizer Derby ins Stadion des FC St. Gallen.

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