Publiziert 28. Okt. 2022, 11:00
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Meinungsänderung

Der FC Winterthur will nun doch keine Playoffs

Am 11. November stimmen die 20 Klubs der beiden höchsten Schweizer Ligen über das künftige Format der Super League ab. Während sich der FCW im Mai noch für den Playoff-Modus aussprach, macht er sich nun für das «schottische Modell» stark.

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red
Der FC Winterthur hat seine Meinung revidiert und spricht sich neu für das «schottische Modell» aus.

Der FC Winterthur hat seine Meinung revidiert und spricht sich neu für das «schottische Modell» aus.
George Stutz

Wie weiter mit dem Format in der Super League? Soll der Schweizer Meister künftig mittels Playoffs gekürt werden und dadurch gesamteuropäisch unter der Obhut der Uefa ein Novum darstellen? Die Swiss Football League (SFL) sagt Ja. Und auch 16 der 20 Klubs der beiden höchsten Ligen im Land sprachen sich im vergangenen Mai für den Playoff-Modus aus. Eine Alternative stand nicht zur Wahl.

Immer mehr Klubs haben ihre Meinung aber mittlerweile geändert. Den Anfang machte der FC Zürich vor einer Woche, es folgten YB, Luzern und der FC St. Gallen. Nun teilte auch der FC Winterthur mit, dass er seine Meinung revidiert hat. Das Ja zum Playoff-Modus an der GV im Frühling habe auf einem «Gentlemen’s Agreement» der Challenge-League-Klubs beruht. Dabei sei der FCW von Anfang an der Meinung gewesen, dass Playoffs vom sportlichen Gedanken her nicht die richtige Lösung seien, wie der Verein schreibt. «In einem Jahreswettbewerb sollen diejenigen belohnt werden, die langfristig gut arbeiten.» Für Exploits und kurzfristige Erfolge gebe es den Cup-Wettbewerb. «Playoffs sind Momentaufnahmen, die zu stark von Zufälligkeiten und nicht-sportlichen Faktoren beeinflusst werden.»

Ja zum «schottischen Modell»

Da nun an der SFL-GV vom 11. November ein neuer Vorschlag mit dem «schottischen Modell» zur Abstimmung kommt, werde sich der FCW als Mitglied der Super League gegen die Playoffs und für den schottischen Modus aussprechen. Dieser sieht vor, dass die zwölf Teams je dreimal gegeneinander spielen, ehe die Liga in zwei Gruppen aufgeteilt wird. In einer zweiten Phase wird dann in weiteren fünf Partien pro Team die finale Rangliste erspielt: Die Klubs der Championship Group spielen um den Meistertitel und um die Europacup-Plätze. Die Klubs der Relegation Group spielen gegen den Abstieg, wobei der Letztplatzierte direkt absteigt und der Zweitletzte eine Barrage gegen den Zweitplatzierten der Challenge League spielt. Damit kämen die Mannschaften auf insgesamt 38 statt wie bisher 36 Meisterschaftsspiele.

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