Publiziert 19. Apr. 2022, 17:01
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Kommentar

Das Momentum kann gar nicht anders

Steigt der FC Winterthur Ende Saison auf? Ja, findet 84XO-Redaktionsleiter George Stutz. Zumindest sind seiner Meinung nach der FCW und dessen Fans bereits Super-League-tauglich.

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George Stutz
84XO-Redaktionsleiter George Stutz verleiht dem Schützi-Publikum und der Stadion-Atmosphäre das Prädikat Super-League-tauglich.

84XO-Redaktionsleiter George Stutz verleiht dem Schützi-Publikum und der Stadion-Atmosphäre das Prädikat Super-League-tauglich.
Fotomontage: Michael Hotz / zvg

Als letzte Woche in einem Challenge-League-Talk auf «Blue Sport» Aarau-Trainer Stephan Keller gefragt wurde, wer seiner Ansicht nach das Rennen um den Direktaufstieg denn machen werde, nannte er spontan den FC Winterthur. Hinterher begründete er dies mit der momentanen Stärke des FCW, aber auch mit dem Momentum, das spätestens seit dem Auftritt seines Teams auf der Schützi auf Seiten der Alex-Frei-Truppe liege und seither auch einen Einfluss auf die Schiedsrichterentscheide habe. Mit etwas mehr Klasse hätte er auch ganz einfach zugeben können, dass spätestens nach dem FCW-Auftritt auf dem Brügglifeld die Winterthurer in dieser Phase der Meisterschaft einfach das bessere Team sind, das zudem – mal vom unrühmlichen Becherkopftreffer abgesehen – auch über das Super-League-tauglichere Publikum und Stadion-Ambiente verfügt.

Steigt der FC Winterthur tatsächlich in die Super League auf?
Resultat
Steigt der FC Winterthur tatsächlich in die Super League auf?

Letzteres hätte er sich am letzten Samstag als neutraler Zuschauer auf der «Schützi» nochmals zu Gemüte führen können. Diese Freude, dieses stimmungsvolle Mitgehen der 8200 Fans, dieses Fussballwetter, dieser Auftritt des Heimteams, diese Begeisterungswellen nach dem Abpfiff von der Gegentribüne zur Bier- und weiter zur Sirupkurve bis zur Dritten-Halbzeitparty vor der Liberobar. Dies löst unter den Winterthurern eine nachvollziehbare grosse Begeisterung aus und dürfte tatsächlich auch unparteiischen Zuschauern oder Spielleitern alles abfordern, um das besagte Momentum nicht – durch die erwähnten Umstände beinahe erzwungen – auf die rotweisse Seite kippen zu lassen.

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