Publiziert 14. Nov. 2022, 15:00
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Fan-Weltmeisterschaft

Auch der Fan-Freuler will in der Wüste einen Pokal

Der Winterthurer Roman Freuler unterstützt die Fussball-Nationalmannschaft in Katar und spielt dort selbst an der Fan-WM.

G
George Stutz

Auch wenn der Winterthurer Roman Freuler rund 17 Jahre älter und nicht mehr ganz so durchtrainiert ist – gewisse Parallelen zu seinem Namensvetter, Nationalmannschafts-Fussballer Remo Freuler, sind durchaus da. Sowohl Remo als auch Roman haben ihre fussballerische Vergangenheit in Winterthur. Auch der aktuelle Mittelfeldstratege von Nottingham Forest kickte einst in der Eulachstadt. 2005 bis 2010 lief er für die Junioren des FC Winterthur, später für die zweite Mannschaft auf und kehrte nach einem Abstecher zu den Grasshoppers 2012 für zwei Jahre in die Challenge-League zum FCW zurück.

Nicht ganz so weit oben – dereinst beim FC Phönix Seen – kickte der aktuelle Präsident der Schachgesellschaft Winterthur Roman Freuler. Seit jeher schlägt dessen Herz aber als begeisterter FC-Liverpool, FC-Winterthur- und eben als Fan der Schweizer Nationalmannschaft. Selbst zu den Auswärtsspielen und internationalen Turnieren seiner Lieblinge reist der 47-Jährige seit Jahren wenn immer möglich – auch dieses Jahr trotz allem nach Katar.

Via Fussball Missstände sichtbar machen

«Selbstverständlich soll man die WM in Katar differenziert betrachten. Der Fussball hilft dabei, allfällige Missstände transparent zu machen, was wiederum zu Verbesserungen beitragen kann», meint Roman Freuler. In der vom Verein «Freunde der Schweizer Nationalmannschaft» speziell lancierten WM-WhatsApp-Gruppe stiess er nach der Buchung seines Katar-Trips auf die Fan-Weltmeisterschaft. Diese wird parallel zum eigentlichen Showdown der besten Fussballnationen in Doha, inmitten der riesigen Fan-Zone Al Bidda, stattfinden.

«Die Schweizer Fan-Nati trifft am 1. Dezember auf dieselben Gegner der ‹Grossen›, zuerst auf Kamerun, dann auf Brasilien und auf Serbien», erzählt Freuler weiter, der sich im September spontan für das Nationalteam der Fans beworben hatte. Während eines Fan-Nati-Zusammenzugs und eines Trainings mit Murat Yakin in Oberengstringen konnte sich der Winterthurer für das spezielle Turnier auf Kleinfeldern im 5-gegen-5-Modus auch prompt empfehlen. «Der Schweizerische Fussballverband (SFV) unterstützt uns dabei mit einem Trikotsatz, den wir bereits in Empfang nehmen durften», so Freuler.

Zumindest gleich weit kommen wie die A-Nati

Als einziger Fan-Kicker mit einem Namensvetter in der echten Nationalmannschaft wählte er nicht ganz überraschend das Nati-Leibchen mit der «8», der Nummer seines berühmten Namenvetters. «Natürlich setze ich mich so etwas unter Druck», lacht eine der Schweizer Fan-Hoffnungen. Aber schliesslich wollen auch er und seine neun mitkickenden Fan-Kollegen nicht einfach nur plauschmässig spielen: «Wie auch unsere A-Nati setzen wir alles daran, möglichst weit zu kommen. Der SFV hat uns angeboten, im selben Flugzeug nach Hause zu fliegen wie die Muri-Truppe, wenn sowohl diese wie auch wir Weltmeister werden.»

Auch wenn die Motivation und der Ehrgeiz durchaus da sind, so will Roman Freuler in Katar einfach eine gute Zeit haben: «Die Fan-WM wird ja nur an zwei Spieltagen ausgetragen. So bleibt auf alle Fälle Zeit, unsere Nationalmannschaft an jedem Spiel anzufeuern, vielleicht auch noch für den einen oder anderen fussballerischen Leckerbissen und sicher für einen regen Austausch unter Fans aller Herren Fussballländer.»

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