Publiziert 04. Nov. 2022, 07:00
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Mario Kradolfer im Interview

«Aktuell suchen wir noch etwa 40 WM-Helfende»

Der HC Rychenberg ist vom 5. bis 13. November Organisator der Unihockey-WM-Partien in Winterthur. OK-Chef ist Mario Kradolfer.

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George Stutz
Zuständig für den Austragungsort Winterthur: Mario Kradolfer.

Zuständig für den Austragungsort Winterthur: Mario Kradolfer.
George Stutz

Die Männer Unihockey-Weltmeisterschaft 2022 in der Schweiz steht vor der Tür. Ab kommendem Samstag kämpfen an den Austragungsorten Swiss-Life-Arena in Zürich und der Axa-Arena in Winterthur 16 Nationen um den Titel. Zuständig für die Organisation der WM-Partien in Winterthur ist der HC Rychenberg. HCR-Marketing- und Kommunikationschef Mario Kradolfer erklärt, welches die grossen Herausforderungen vor und während den Spieltagen sind.

Der HCR ist für die Organisation von 22 WM-Spielen an neun Spieltagen in der Axa-Arena zuständig. «Überlupft» sich Ihr Verein da nicht?

Mario Kradolfer: Wir kommen als Verein sicher an unsere Grenzen, gerade was die Helfersituation betrifft. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Unihockey-Fans und zahlreichen freiwilligen Helfenden werden wir die WM-Woche aber meistern.

Die Partien finden nicht nur abends statt. Wie schwierig war es, Helfende zu finden, die dafür teils Ferientage opfern?

Die Einsätze an den Tagesspielen zu besetzen, war eine der grössten Herausforderungen. Wir haben das Glück, dass es noch sportbegeisterte Funktionäre gibt, die für ein solches WM-Erlebnis extra einen Ferientag hergeben. Dazu setzen wir während der WM-Woche auch auf Schulklassen, die tagsüber einen Helfereinsatz leisten werden und damit das WM-Feeling hautnah miterleben dürfen und einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche WM leisten.

Können sich Hilfswillige auch kurzfristig noch melden?

Insgesamt wurden in Winterthur zirka 950 Schichten für die WM-Woche ausgeschrieben. Aktuell sind noch gegen 40 Positionen offen. Wer somit während der Unihockey-WM noch einen Einsatz leisten will, darf sich gerne melden.

Was sind andere grosse Herausforderungen, die Sie bewältigen mussten und noch müssen?

Als lokales Organisationskomitee sind wir in erster Linie für die Helfenden und den Gastro-Bereich in der Axa-Arena verantwortlich. Ein grosser Teil der Organisation obliegt weiterhin beim Verband Swiss Unihockey. Unseren Bereich konnten wir deshalb einigermassen abstecken und sollten für die wesentlichen Sachen gerüstet sein. Weiter unterstützen unseren Verband vor Ort bei kurzfristigen Herausforderungen. Wir werden sicher flexibel sein müssen, um schnell und unkompliziert reagieren zu können.

Sind Sie auch für die Verpflegung der Teams zuständig. Dürfen Sie also für Thailänder und Philippiner Zwischenmahlzeiten kochen?

Ja, die Teams haben die Möglichkeit, dass wir sie im Umfeld der Arena verpflegen. Es wurde ein Menüplan erstellt, und die Teams konnten diese vorbestellen. Für die Teams aus Thailand oder den Philippinen wird also nicht extra gekocht. Einfache Unihockey-Sportler-Kost wird auf dem Programm stehen.

Inwiefern können Sie sich auf bestehende Infrastrukturen der HCR-Heimspiele ab-
stützen?

Die vorhandene Infrastruktur der Axa-Arena ist nicht nur für unsere Heimspiele, sondern auch für eine WM top ausgestattet. Dank unseren Heimspielen mit über 1000 Zuschauern können wir auf einen grossen Erfahrungswert zurückgreifen. Seitens Verband gibt es für die Inszenierung der Spiele sicherlich die eine oder andere zusätzliche Erweiterung, worauf sich die Zuschauer freuen können.

Was wird für die Winterthurer WM-Zuschauer im Vergleich zu HCR-Heimspielen anders sein?

Die wesentliche Änderung sind die nummerierten Sitzplätze. Während eines HCR-Spiels kann man seinen Sitzplatz innerhalb der Arena selber auswählen, bei der WM wählt man bei der Ticketbuchung einen fixen Sitzplatz aus. Besonders am Dienstagabend beim ausverkauften Schweizer Spiel wird uns dies vor eine Herausforderung stellen. Jedoch haben wir 15 Platzanweisende organisiert, welche den Gästen helfen, ihren Sitzplatz zu finden. So hoffen wir, die herausfordernde Situation im Griff zu haben.

Welchen Tipp möchte der Winterthurer OK-Chef den Axa-Arena-WM-Besuchenden im Vorfeld noch mitgeben?

Einerseits ein praktischer Tipp: Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Arena ist vom Hauptbahnhof Winterthur mit dem Stadtbus einfach und bequem zu erreichen. Andererseits mein persönlicher Tipp für ein Spiel: Am Montagabend findet das Spiel Schweden gegen Tschechien statt. Ein absolutes Top-Spiel und ein wahrer Unihockey-Leckerbissen in der Vorrunde.

Auf was freuen Sie sich persönlich am meisten?

Auf den Besuch der HCR-Spieler mit ihren Nationalmannschaften in der Axa-Arena. Neben unseren drei Schweizern Bischofberger, Conrad und Meier wären da noch Kühl, Rutz und Wöcke für Deutschland sowie Lindgjerdet mit Norwegen. All unsere Jungs kennen die Arena bestens, und wir hoffen, ihnen auch im Rahmen der WM eine Art Heimspiel bieten zu können.

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