Publiziert 04. Aug. 2022, 14:31
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Übergangslösung gefunden

Neuer Rettungsdienst-Standort in Weisslingen

Der Rettungsdienst Winterthur deckt neu von Weisslingen aus das Gebiet rund um Illnau-Effretikon und das Tösstal ab. Allerdings nur vorübergehend.

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red
Das Tösstal und die Region rund um Illnau-Effretkon decken die Winterthurer Rettungswagen neu vom Standort Weisslingen her ab.

Das Tösstal und die Region rund um Illnau-Effretkon decken die Winterthurer Rettungswagen neu vom Standort Weisslingen her ab.
George Stutz

In der dicht besiedelten Region rund um Illnau-Effretikon betreibt der Rettungsdienst Winterthur seit 2014 die dezentrale Wache Süd-West. Da der bisherige Standort im Kemptthal nicht mehr den Anforderungen entsprochen habe, habe der Rettungsdienst einen neuen Standort gesucht – schnell eine ideale Lösung gefunden, wie das Kantonsspital Winterthur in einer Medienmitteilung schreibt. Die neue Wache liegt etwas ausserhalb von Weisslingen, von wo aus alle Einsatzorte in den entsprechenden Gemeinden wie auch im Tösstal innerhalb der vorgegebenen Hilfsfrist erreicht werden können.

Vorerst bis 2025/26

«Die Suche nach einer neuen Lösung gestaltete sich einfacher als gedacht», lässt sich Markus Huggler, Leiter des Rettungsdienstes Winterthur, im medialen Schreiben zitieren. «Am Schluss ging es schnell. Wir konnten den neuen Standort innert kürzester Frist und praktisch betriebsbereit übernehmen. Die Infrastruktur an der Illnauerstrasse 30 beim Brauiweier war grösstenteils vorhanden. Aufwand und Kosten halten sich deshalb in Grenzen.»

Der Standort in Weisslingen liegt strategisch gut; dank bestens ausgebauten Strassen kann die Region rund um Illnau-Effretikon wie auch das Tösstal schnell erreicht werden. Weisslingen ist vorerst aber nur als Übergangslösung gedacht. Die Wache Süd-West wird gemäss Mitteilung voraussichtlich 2025/26 definitiv in das neue Feuerwehrgebäude von Illnau-Effretikon ziehen. «Ob wir für das Tösstal eine zusätzliche Wache evaluieren», ergänzt Huggler, «oder die Wache beim Brauiweier nach 2025/26 weiterbetrieben, können wir erst sagen, wenn wir die Hilfsfristen über mindestens ein Jahr hinweg ausgewertet haben.»

In 90 Prozent der Fälle innert 15 Minuten am Einsatzort

Auf der Wache in Weisslingen wird ein Zweierteam mit Rettungswagen rund um die Uhr einsatzbereit stehen. Das stellt sicher, dass der Rettungsdienst die Einsatzorte in 90 Prozent aller Fälle, bei denen eine Lebensgefährdung vermutet wird oder feststeht, vom Moment des Alarms an innerhalb von fünfzehn Minuten erreicht. «Diese Hilfsfrist entspricht den Vorgaben des Interverbands für Rettungswesen und der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich», erklärt Markus Huggler.

Zeitgleich zum Bezug der Wache Weisslingen gibt der Rettungsdienst seinen Standort in Kemptthal auf, den er seit 2014 betrieben hat. «Die Voraussetzungen waren nicht mehr gegeben», führt Huggler weiter aus. «Die ehemalige Produktionsstätte von Maggi und später Givaudan hat sich seit einiger Zeit zu einem lebhaften und kulturellen Areal gewandelt. Durch die vielen Veranstaltungen auf dem Gelände von ‹The Valley› ist für uns das hindernisfreie Ausrücken nicht mehr gewährleistet.»

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