Publiziert 21. Nov. 2022, 11:51
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Grund ist die Vogelgrippe

Entenweiher Seuzach: Alle Vögel müssen getötet werden

Nachdem bei zwei Tieren im Entenweiher Seuzach die Vogelgrippe nachgewiesen wurde, müssen alle weiteren Vögel getötet werden. Das Veterinäramt hat zudem eine Schutz- und Überwachungszone eingerichtet.

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red
Nachdem bei zwei Tieren die Vogelgrippe nachgewiesen wurde, müssen alle 42 Vögel des Entenweihers in Seuzach getötet werden.

Nachdem bei zwei Tieren die Vogelgrippe nachgewiesen wurde, müssen alle 42 Vögel des Entenweihers in Seuzach getötet werden.
Fotomontage: zvg / Screenshot Google Maps

Im Entenweiher beherbergt der Natur- und Vogelschutzverein Seuzach und Umgebung verschiedene Enten und Gänse. Nun müssen sämtliche Tiere eingefangen und getötet werden. Gemäss dem «Landboten» sind insgesamt 42 Tiere des Vereins betroffen, dazu kommen alle Wildvögel wie beispielsweise Stockenten, die sich ebenfalls im Weiher aufhielten. Der Grund: Bei einem Graureiher und einem Pfau wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. Das teilte die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitag mit. Das Veterinäramt Zürich habe den Betrieb gesperrt und sei daran, ihn zu sanieren, um eine Weiterbverbreitung in andere Geflügelhaltungen zu verhindern.

Der Naturschutzverein zeigt sich zutiefst betrübt. Wie Präsident Karl Steinmann gegenüber der Tageszeitung äusserte, kümmerten sich die Betreuerinnen und Betreuer mit Herzblut um die Vögel und würden fast jede der Enten und Gänse persönlich kennen.

Strenge Schutzmassnahmen

Rund um den Entenweiher hat das Veterinäramt eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet, in denen strenge Schutz- und Hygienemassnahmen gelten. Davon betroffen sind nebst Seuzach die folgenden Gemeinden: Adlikon, Altikon, Andelfingen, Brütten, Buch am Irchel, Dägerlen, Dättlikon, Dinhard, Dorf, Ellikon an der Thur, Elsau, Henggart, Hettlingen, Humlikon, Kleinandelfingen, Neftenbach, Ossingen, Pfungen, Rickenbach, Thalheim an der Thur, Volken, Wiesendangen und Winterthur.

In den Zonen muss der Kontakt von Hausgeflügel mit Wildvögeln verhindert werden, was meist durch Stall- oder gedeckte Volierenhaltung erreicht wird. Auch der Tierverkehr ist bis auf wenige bewilligte Ausnahmen untersagt. Die Bestände werden aufgrund von Risiko-überlegungen gezielt überprüft und allenfalls beprobt. Geflügel, Eier und andere Geflügel-produkte müssen in der Zone verbleiben und dürfen nur unter strengen Auflagen und mit einer Bewilligung des Veterinäramts hinaustransportiert werden. Ausstellungen mit Geflügel oder anderen Vögeln sind verboten. Die Zonen bleiben für mindestens drei Wochen bestehen.

Keine Gefahr für Menschen

Wie die Gesundheitsdirektion weiter schreibt, ist der aktuell zirkulierende Virusstamm H5N1 nach heutigem Erkenntnisstand nur in äusserst seltenen Fällen und nur bei sehr engem Kontakt auf den Menschen übertragbar. Geflügelprodukte wie Poulet-Fleisch und Eier können ohne Bedenken konsumiert werden. Tot aufgefundene Wildvögel sollten aber aus Sicherheitsgründen generell nicht angefasst werden.

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