Publiziert 05. Okt. 2021, 14:20
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Verschiedene Parteien spannen zusammen

Verein Klimaallianz will klimaneutrales Winterthur bis 2040

Treibhausgasemissionen müssen bis 2040 auf Netto Null gebracht werden – so die Meinung des Vereins Klimaallianz. Am Montag präsentierte das überparteiliche Abstimmungskomitee seine Argumente.

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Ramona Kobe
Das Co-Präsidium des Vereins Klimaallianz 2040 Winterthur
teilen sich Philippe Weber (SP, links) und Michael Bänninger (EVP).

Das Co-Präsidium des Vereins Klimaallianz 2040 Winterthur teilen sich Philippe Weber (SP, links) und Michael Bänninger (EVP).
Ramona Kobe

Wie schnell soll die Stadt Winterthur klimaneutral werden? Darüber stimmt die Bevölkerung im November ab. Sie hat die Wahl, dass entweder bis 2040 oder bis 2050 Netto Null CO2-Emissionen erreicht werden muss. «Eine erfolgreiche Abstimmung über Netto Null bis 2040 in der sechstgrössten Stadt der Schweiz hätte nationale Signalwirkung.» Das schreibt der Verein Klimaallianz 2040 Winterthur, der am Montagmorgen zu einer Pressekonferenz einlud.

  • Der Verein Klimaallianz 2040 Winterthur ist ein überparteiliches Abstimmungskomitee

  • Er besteht aus Mitgliedern der Klimastreik-Bewegung sowie den Parteien SP, Grüne, GLP, EVP und AL.

  • Das Co-Präsidium teilen sich Michael Bänninger (EVP) und Philippe Weber (SP).

Verschiedene Vertreter der Parteien SP, GLP, Gründe, EVP und AL waren in der Alten Kaserne anwesend, um ihre Argumente zu präsentieren. «Massnahmen, Ziel und Umsetzung müssen kongruent sein», sagte Reto Diener, Co-Präsident der Grünen. Das Handeln sei dringend und umfasse alle drei Komponenten. «Die Erwärmung hat schon heute katastrophale Folgen. Jetzt können wir noch etwas tun, nachher ist es zu spät.» Die Übersterblichkeit der sommerlichen Hitzewellen sei mit der ersten Corona-Welle zu vergleichen, ergänzte SP-Gemeinderätin Lea Jacot.

Unabhängig vom Wahlkampf

«Wir neigen dazu, Klimathemen zu verdrängen», sagte Roman Hugentobler, Gemeinderat AL. Dabei würden wir Verantwortung tragen gegenüber zukünftigen Generationen. Und EVP-Fraktionspräsident Michael Bänninger präzisierte: «Investieren wir jetzt in die Zukunft unserer Kinder, investieren wir in eine nachhaltige Klimapolitik statt später teuer dafür zu bezahlen.» Leisten könne es sich die Stadt.

Obwohl die Klimabewegung im Frühling noch für das Netto-Null-Ziel bis 2030 demonstrierte, arbeiten die Aktivisten nun mit der Klimaallianz zusammen. «Eine punktuell zielgerichtete Zusammenarbeit kann fruchtbar sein», sagte Annika Müller, die als Vertreterin des Klimastreiks vor Ort war. Die Protestbewegung bleibe aber ganz klar aussenparlamentarisch. «Wir werben für Anliegen, nicht für Parteien.»

Das Ziel, Treibhausgasemmissionen bis 2040 auf Netto Null zu bringen, stehe auch nicht im Zusammenhang mit dem Wahlkampf, machten die Politiker klar. Man setze eine Zusammenarbeit fort, die schon vor einigen Jahren begonnen habe. GLP-Gemeinderat Samuel Kocher: «Wir stehen für ein Anliegen ein, unabhängig vom Zeitpunkt des Urnengangs.»

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