Publiziert 03. Juni 2022, 16:43
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Bei den Wahlen im Februar 2023

SVP Winterthur will dritten Kantonsratssitz zurückerobern

Die Generalversammlung der SVP Winterthur hat die Kandidierenden-Liste für den kommenden Kantonsratswahlkampf festgelegt. Mit drei Stadtparlamentsmitgliedern möchte die Partei einen dritten Sitz im kantonalen Parlament holen.

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Michael Hotz
Sollen für die SVP bei den Wahlen 2023 drei Kantonsratssitze holen (v. l.): die bisherigen René Isler und Susanna Lisibach sowie die Stadtparlamentsmitglieder Thomas Wolf, Maria Wegelin und Christian Hartmann.

Sollen für die SVP bei den Wahlen 2023 drei Kantonsratssitze holen (v. l.): die bisherigen René Isler und Susanna Lisibach sowie die Stadtparlamentsmitglieder Thomas Wolf, Maria Wegelin und Christian Hartmann.
Fotomontage: mh / zvg

Bei den letzten kantonalen Wahlen 2019 verlor die SVP Winterthur ihren dritten Sitz im Zürcher Kantonsrat. Diesen will die Partei bei den Regierungsrats- und Kantonsratswahlen im Februar 2023 zurückerobern, wie die SVP in einer Medienmitteilung schreibt.

An der letzten Generalversammlung segneten die Parteimitglieder die Liste der Kandidierenden ab.  Angeführt wird diese von Kantonsrat René Isler, gefolgt von der Bisherigen Susanna Lisibach, die damit beide ihre Ratstätigkeit fortsetzen wollen. Auf den Plätzen 3 respektive 5 folgen Fraktionspräsident Thomas Wolf und Parteipräsidentin Maria Wegelin. Die beiden scheiterten zuletzt mit ihren Kandidaturen für den Stadtrat, schafften aber die Wiederwahl ins Stadtparlament. Position 4 belegt Christian Hartmann, der seit Oktober 2020 dem Winterthurer Parlament angehört.  

SVP warnt vor Fussball-Chaoten

In ihrer Mitteilung zählt die SVP drei Punkte auf, weshalb eine starke Vertretung der Stadt Winterthur zur Wahrung ihrer Interessen im Kantonsrat sehr wichtig für die Partei ist. Als erstes nennt sie den «Masterplan Winterthur Süd», mit dem Töss entwickelt werden soll. Die darin enthaltene Vision des Stadtrats sieht einen Autobahntunnel bei Töss vor sowie eine neue S-Bahn-Haltestelle am Fusse von Dättnau.  Für die Umsetzung des Masterplans sei die vorbehaltlose Unterstützung des Kantons zwingend nötig, so die SVP.

Weiter sei der Schutz der Bevölkerung vor Gewalt im öffentlichen Raum von zunehmender Bedeutung. «Behörden und Polizei haben sicherzustellen, dass die Sicherheit sowohl bei Demonstrationen als auch Fussballspielen jederzeit gewährleistet ist», heisst es in der Mitteilung weiter. Die SVP hatte bereits nach dem Aufstieg des FC Winterthur gefordert, dass der Stadtrat die friedlichen Zuschauenden auf der Schützenwiese mit polizeilichen Mitteln vor «Chaotenbesuch» schützen muss.

Zuletzt betont die SVP, dass ihr die Stärkung der Gemeindeautonomie wichtig ist. «Die Zentralisierung im Kanton Zürich muss gestoppt werden», so die Partei in der Mitteilung. Was Winterthur direkt betreffe, solle auch hier entschieden werden.

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