Publiziert 14. Jan. 2023, 12:00
8405

Gros der Einsprachen abgeschmettert

Strassenbauprojekte Etzbergkreisel und beim Schloss Wülflingen festgesetzt

Die Verkehrssicherheit am Etzbergkreisel wird verbessert, beim Schloss Wülflingen gibts unter anderem eine neue Ampel.

G
George Stutz
Ob engere Ein- und Ausfahrten (siehe weisse Markierung) den Etzbergkreisel sicherer machen werden, wird sich weisen.

Ob engere Ein- und Ausfahrten (siehe weisse Markierung) den Etzbergkreisel sicherer machen werden, wird sich weisen.
George Stutz

Durch die baulichen Anpassungen am Etzbergkreisel kann die Sicherheit an einem Unfallschwerpunkt für den Fahrradverkehr verbessert werden. Das Projekt sieht vor, dass die Fahrspurbreite im Kreisel optisch mittels einer Flächenmarkierung von heute 6 auf 4,5 Meter verschmälert wird. Zudem werden die Ein- und Ausfahrten auf 3,5 und 4 Meter verkleinert. Mit diesen Massnahmen wird die Fahrgeschwindigkeit des motorisierten Verkehrs innerhalb des Kreisels sowie in den Ein- und Ausfahrten reduziert, wodurch die Hauptursache für die Unfallhäufung eliminiert wird. Zusätzlich wird das Überholen der Velofahrerinnen und Velofahrer durch motorisierte Verkehrsteilnehmende in den Ein- und Ausfahrtsbereichen verhindert.

Die Haltekanten der Bushaltestelle Etzberg werden gemäss der Angebotsstrategie von Stadtbus für Doppelgelenkbusse verlängert. Die Höhe der beiden Haltekanten und die Breite der Einstiegsbereiche werden gemäss den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes ausgestaltet.

Der Stadtrat hat das Projekt festgesetzt und eine Einsprache gutgeheissen. Auf die restlichen zwei Einsprachen ist der Stadtrat nicht eingetreten. Mit der Projektfestsetzung hat der Stadtrat 470 000 Franken als gebundene Ausgaben und 150 000 Franken als neue Ausgaben bewilligt.

Lichtsignalanlage für Busbevorzugung

Der Knoten Schloss ist ein wichtiger Verkehrsknoten der Haupteinfallsachse Wülflingerstrasse / Salomon-Hirzel-Strasse und soll neu für die Busbevorzugung mit einer Lichtsignalanlage (LSA) ausgestattet werden. Bei den Belägen und den darunter liegenden Werkleitungen besteht ein dringender Erneuerungsbedarf. Eine Sanierung ist erforderlich. Der Stadtrat hat für die Ausführung gebundene Ausgaben von 3,99 Millionen Franken bewilligt. Gleichzeitig beantragt er dem Stadtparlament nicht gebundene Ausgaben von 1,34 Millionen Franken. Nach Abzug des Beitrags aus dem Strassenfonds und des Beitrags aus dem Agglomerationsverkehrs-Fonds bleiben der Stadt voraussichtliche Kosten von rund 370 000 Franken.

Buswendeanlage und Schallschutzfenster

Das Projekt sieht vor, dass die Geometrie des Knotens Schloss rechtwinklig und dadurch sehr kompakt angeordnet wird. Mit dem Umbau des Knotens werden alle Beläge und Randabschlüsse abgebrochen und erneuert. Für die Buslinie 2E wird eine Buswendeanlage erstellt. Dadurch fallen die aufwendigen Wendemanöver in der eineinhalb Kilometer entfernten Härti weg. Mit diesen Massnahmen können bei der Buslinie 2E zwei Busse eingespart und der Betrieb kann optimiert werden. Zudem wird eine neue LSA installiert. Damit kann der Knoten gesteuert und der stadteinwärtsfahrende Verkehr dosiert werden.

Zudem werden aufgrund von überschrittenen Immissionsgrenzwerten zum Schutz der Bewohnenden bei neun Liegenschaften Schallschutzfenster eingebaut.

Das könnte Sie auch interessieren