Publiziert 01. Sep. 2022, 11:31
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Auch Weihnachtsbeleuchtung ist ein Thema

Stadtrat prüft Massnahmen, um Energie zu sparen

Um auf eine mögliche Energiemangellage vorbereitet zu sein, hat der Stadtrat eine Task Force gegründet. Er will verschiedene Massnahmen prüfen und ruft zum freiwilligen Energiesparen auf.

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red
Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung lasse sich Energie sparen, sagt Stadtrat Stefan Fritschi. Man sei im Gespräch mit dem Gewerbe.

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung lasse sich Energie sparen, sagt Stadtrat Stefan Fritschi. Man sei im Gespräch mit dem Gewerbe.
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Eine mögliche Energiemangellage im Winter beschäftigt die Bevölkerung und die öffentlichen Verwaltungen derzeit stark. Sollte es so weit kommen, liegt die Federführung beim Bund und seinen Krisenorganisationen. Gemäss einer Mitteilung der Stadt beschäftigen sich in Winterthur verschiedenste Fachpersonen und -organisationen der Verwaltung seit einiger Zeit mit möglichen Auswirkungen einer Energiemangellage und analysieren präventive Handlungsoptionen, die sich gegebenenfalls umsetzen liessen.

Der Stadtrat habe nun entschieden, dass die aktuelle Sensibilisierungskampagne des Bundes «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht.» zu unterstützen und mit geeigneten Mitteln in der Stadt und in der Verwaltung zu verbreiten. Jede und jeder könne auf einfache Weise einen Beitrag zum Energiesparen leisten, indem beispielsweise nur kurz geduscht und nicht gebadet sowie die Wäsche an der Luft und nicht mit dem Tumbler getrocknet werde oder indem nicht genutzte Geräte ausgeschaltet und alte Lampen durch LED-Leuchten ersetzt würden.

Departement Technische Betriebe prüft Massnahmen

«Die Stadt will als Vorbild vorangehen und ebenfalls einen freiwilligen Beitrag leisten», heisst es im medialen Schreiben weiter. So habe der Stadtrat eine überdepartementale Task Force eingesetzt, geleitet von Stadtrat Stefan Fritschi, die aufgrund der erwähnten Vorarbeiten und in Abstimmung mit dem Schweizerischen Städteverband und kantonalen Gremien schnell umsetzbare freiwillige und weitere Energiesparmassnahmen prüfe sowie die Eventualplanung an die Hand nehme für den Fall, dass eine Mangellage eintrete.

Es wird etwa geprüft, ob es sich etwa lohnt, Aussenbeleuchtungen von öffentlichen und historischen Gebäuden auszuschalten. Auf Anfrage nennt Fritschi das Stadthaus, das Kunstmuseum oder die Jonas-Furrer-Statue als Beispiel. Es gebe in der Stadt diverse Objekte, die für das Sicherheitsgefühl nachts beleuchtet würden. «Diese Objekte verkraften es am ehesten, nicht mehr beleuchtet zu werden, um Energie sparen zu können», erklärt der zuständige Stadtrat.

Auch Weihnachtsbeleuchtung ein Thema

Auch die Weihnachtsbeleuchtung sei bei der Arbeitsgruppe ein Thema, führt Fritschi weiter aus. Allerdings werde diese nicht nur von der Stadt, sondern zusammen mit der Jungen Altstadt und folglich dem Gewerbe organisiert. «Die Bereitschaft, Energie zu sparen, ist aber bei vielen vorhanden.» So wäre eine Möglichkeit, die Weihnachtsbeleuchtung am Morgen nicht einzuschalten oder abends früher auszuschalten. «In der Task Force geht es darum, Massnahmen zu prüfen, die wir direkt beeinflussen können», so Fritschi.

Wichtig ist gemäss dem Stadtrat, gesamthaft Energie einzusparen. Und zwar bereits jetzt. «Jede Kilowattstunde, die wir jetzt einsparen, füllt die Stauseen, die zu wenig Wasser führen. Davon können wir dann im Winter profitieren.»

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