Publiziert 16. Mai 2022, 18:05
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Stadtparlament hat sich konstituiert

Reto Diener ist neuer höchster Winterthurer

Die im Frühjahr neu gewählten Mitglieder des Winterthurer Stadtparlaments nahmen am Montagabend an ihrer ersten Ratssitzung teil. Gleichzeitig hat die hiesige Legislative auch einen neuen Präsidenten: Reto Diener (Grüne).

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Michael Hotz
Mit 46 Stimmen wurde Reto Diener zum Ratspräsident von Winterthur gewählt.

Mit 46 Stimmen wurde Reto Diener zum Ratspräsident von Winterthur gewählt.
Michael Hotz

Die neuen 20 Prozent des Winterthurer Stadtparlaments haben ihre Arbeit aufgenommen. Gleich zwölf neue Mitglieder hatten bei den Wahlen im Frühjahr den Sprung in die hiesige Legislative geschafft, diesen Montagabend, 16. Mai, war nun die erste Sitzung der neuen Legislatur. Im Ratssaal, wo die Sitzungen nun seit letztem Montag wieder stattfinden, hiessen Alterspräsident Felix Helg (FDP) und Nina Wenger (Grüne), das jüngste Ratsmitglied, das neue Dutzend willkommen.

Als erste Amtshandlung hatten die total 57 anwesenden Parlamentsmitglieder die Nachfolge der Ratspräsidentin Maria Sorgo (SP) zu bestimmen. Mit 46 Stimmen wählten sie Reto Diener, Co-Präsident der Grünen, zum neuen höchsten Winterthurer. Erste Vizepräsidentin ist Barbara Huizinga (EVP). Sie wurde von allen Mitgliedern vor Ort gewählt, erhielt also 57 Stimmen. Das Amt des 2. Vizepräsidenten hat Felix Helg inne, der 45 Stimmen bekam.

Klare Worte zum Ukraine-Krieg

Mit Irène Kälin und Esther Guyer ist bereits das Präsidium des Nationalrats und des Zürcher Kantonsrats in grüner Hand. «Ich freue mich, diese Reihe zu ergänzen», sagte Diener nach seiner Wahl.

Angesichts der aktuellen Lage in Europa widmete er einen Teil seiner Rede dem Krieg in der Ukraine, den er als «grosse Zäsur» bezeichnete. «Frieden und ein selbstbestimmtes Leben sind keine Selbstverständlichkeit. Manchmal muss man dafür kämpfen», sagte er. In diesen mehrfach unruhigen Zeiten seien gewohnte Leitlinien auf den Prüfstand zu stellen. Er erhoffe sich mehr Mut vom Bundesrat, so solle etwa über Waffenlieferungen nochmals diskutiert werden.

Abschliessend und zurückkommend auf Winterthur sagte Diener dann noch: «Ich wünsche mir für kommendes Jahr ein mutiges und weltoffenes Parlament.»

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