Publiziert 14. Jan. 2022, 09:09
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Kurzvideos von 36 Kandidierenden

Kulturlobby macht Kultur-Check mit Politikern

Die Kulturlobby Winterthur hat 36 Politikerinnen und Politikern aller Parteien auf den kulturellen Puls gefühlt. Die beim «PowerPoint-Karaoke» entstandenen Kurzvideos sind auf die Wahlen hin seit Freitag, 14. Januar, online aufgeschaltet.

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red
Im Hinblick auf die Wahlen am 13. Februar hat die Kulturlobby Winterthur 36 Kurzvideos von Politikerinnen und Politikern gemacht.

Im Hinblick auf die Wahlen am 13. Februar hat die Kulturlobby Winterthur 36 Kurzvideos von Politikerinnen und Politikern gemacht.
Screenshot: Youtube / Kulturlobby Winterthur

Winterthur ist eine Kulturstadt, ist ja klar. Wie selbstverständlich wird die Eulachstadt so bezeichnet, gerne auch von Politikerinnen und Politikern. Mit einer speziellen Aktion hat die Kulturlobby Winterthur dafür gesorgt, dass dieser Ausdruck nicht zur reinen Wahlkampf-Floskel wird. Für die am 13. Februar anstehenden Gesamterneuerungswahlen hat der Zusammenschluss hiesiger Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen Kandidierende für Stadtrat und Stadtparlament zum eigens kreierten «PowerPoint-Karaoke» ins Casinotheater Winterthur geladen. Total 36 Politikerinnen und Politiker – darunter sind alle zehn Stadtratskandidierenden – haben sich der Aufgabe gestellt und sich auf den kulturellen Puls fühlen lassen.

Am Freitag, 14. Januar, hat die Kulturlobby die bei der Aktion entstandenen Kurzvideos auf ihrer Webseite aufgeschaltet – «unzensiert», wie der Verein in einer verschickten Medienmitteilung verspricht. Die Videos dienten der Meinungsbildung für interessierte Wählerinnen und Wähler. Selber bleibe die Kulturlobby aber politisch neutral und gebe deshalb keine Wahlempfehlung ab. Gleichzeitig habe sie auch dem Ausgewogenheitsprinzip Sorge getragen. So forderte die Kulturlobby die Parteien auf, sich bei den Anmeldungen der Kandidierenden an der Parteistärke im Stadtparlament zu orientieren.

Keine abgedroschenen Parolen und Slogans

Beim «PowerPoint-Karaoke» mussten die Kandidierenden ihre Spontanität unter Beweis stellen, galten auf dem Filmset doch folgende Regeln: ein Versuch, 90 Sekunden Zeit, keine nachträgliche Bearbeitung und – abgesehen vom Statement zum Einstieg – keine Vorbereitung. «Entsprechend gross ist der Unterhaltungswert, was auch das erklärte Ziel der Aktion gewesen ist», schreibt die Kulturlobby. Die Kurzvideos würden abseits von Parolen und Slogans einen frischen und authentischen Überblick der Kandidierenden liefern. Umgesetzt hat sie die Winterthurer Firma Janto Film, die auch den Aftermovie der letzten Musikfestwochen produziert hat.

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