Publiziert 11. Jan. 2022, 15:22

Start-up-News

Die Schweiz ist ein attraktives Gründerland

Die Plattform Startupticker.ch gibt jährlich einen Report über die Leistungsfähigkeit und Dynamik des Standorts Schweiz für Start-ups heraus.

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red
Gemischte Teams sind oftmals erfolgreicher.

Gemischte Teams sind oftmals erfolgreicher.
Foto: zvg (aufgenommen am Hackathon 2021 im Technopark Winterthur).

Die diesjährige vierte Ausgabe des «Swiss Startup Radar» zeigt dabei auf, dass die Schweiz in vielen Bereichen einen guten Nährboden für erfolgreiche Start-up-Gründungen bietet.Die Erkenntnisse aus diesem nationalen Bericht treffen auch auf die Situation in Winterthur zu, insbesondere auch auf den Technopark Winterthur.

Attraktiv für Gründerinnen und Gründer aus dem Ausland

Vor allem in einem Punkt macht die Schweiz gute Noten: Sie schafft es besser als andere Länder, ausländische Gründerinnen und Gründer anzuziehen. Mehr als 30 Prozent der Start-up-Gründungen in der Schweiz stammen von Gründerinnen und Gründern, die zugewandert sind oder einen Migrationshintergrund haben. Offenbar sehen die angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land bessere Chancen und Bedingungen als in ihrem Herkunftsland. Auch im Technopark Winterthur sind rund ein Viertel der Firmen von Personen mit ausländischen Wurzeln gegründet worden, so zum Beispiel der Medtech-Start-up Hi-D Imaging (Gründer Utku Gülan), der Cloud-Computing-Spezialist 56k.cloud (Gründer Darragh Grealish) oder die Geodaten-Anwender Terraview (Gründer Piyush Harsh).

Schweizer Start-ups haben höher ausgebildete Gründer

Zudem ist der Anteil an promovierten CEOs und Führungskräften in keinem vergleichbaren Land grösser als in der Schweiz. Dies und weitere Gründe machen die Schweiz zu einem erfolgreichen Deeptech-Hub. Auch im Technopark Winterthur haben die Gründerinnen und Gründer – nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf technologiebasierte Start-ups – oft eine höhere Ausbildung und und vielfach auch bereits eine längere Berufspraxis hinter sich. So beispielsweise Dr. Michael Pötzsch, der die Swiss Drug Testing GmbH aufgebaut hat, Dr. Christoph Baumann, Co-Founder der Helmedica AG oder Prof. Dr. Beat Ruhstaller, der mit seiner Fluxim AG Messtechnik für die Produktion von LED-Displays entwickelt.

Stefan Kyora ist Chefredaktor von Startupticker.ch. Er hat zusammen mit Michael Rockinger, Professor Finanzwissenschaften Uni Lausanne, den vierten «Swiss Startup Radar» herausgegeben.

Stefan Kyora ist Chefredaktor von Startupticker.ch. Er hat zusammen mit Michael Rockinger, Professor Finanzwissenschaften Uni Lausanne, den vierten «Swiss Startup Radar» herausgegeben.
zvg

«Insbesondere für Start-ups, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in innovative Produkte umsetzen, bietet die Schweiz im internationalen Vergleich herausragende Bedingungen.»


Gemäss den Recherchen der Herausgeber des aktuellen Swiss Startup Radars liegt der Anteil von Start-ups, die von weiblichen CEOs geführt werden, weltweit bei rund 10 Prozent. Die Schweiz liegt knapp unter der 10-Prozent-Marke, mehr erreichen etwa Schweden mit 11,1 Prozent oder Grossbritannien mit 12,9 Prozent. Im Technopark Winterthur sind es immerhin 15 Prozent – das ist sehr erfreulich. In diesem Zusammenhang ist ein Aspekt besonders interessant: Start-ups, die von Männern geführt werden, haben in der Gründungsphase einen klaren Gender-Bias bei der Rekrutierung von Personal. In der Schweiz arbeiten in einem Start-up mit männlichem CEO mehr als 90 Prozent Männer. In einem Start-up mit weiblichen CEO sind es nur 56 Prozent. International sind die Verhältnisse ähnlich. Der Vergleich zwischen männer- und frauengeführten Start-ups entkräftet das Argument, es gäbe keine geeigneten Kandidatinnen für Jobs in Start-ups. Und er zeigt, dass der Schlüssel zu mehr weiblichen Angestellten in jungen Technologieunternehmen weibliche CEOs sind.

Christina Haag

Anteil Teammitglieder nach Geschlecht in der Schweiz in Prozent.

Anteil Teammitglieder nach Geschlecht in der Schweiz in Prozent.
Quelle: Crunchbase / HEC Lausanne / Startupticker.ch

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