Publiziert 16. Jan. 2023, 19:12
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Weshalb sich die HAW engagiert

HAW-Geschäftsführer Ralph Peterli sagt, wieso es mehr Politikerinnen und Politiker aus der Privatwirtschaft braucht und wie die Wahlempfehlung zustande kam.

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George Stutz
Ralph Peterli ist Geschäftsführer der HAW.

Ralph Peterli ist Geschäftsführer der HAW.
Fotomontage: zvg

Weshalb will die HAW im kommenden Wahlkampf ein Zeichen setzen?

Ralph Peterli*: Eine Nachwahl-Analyse der SRG hat nach den letzten eidgenössischen Wahlen ergeben, dass nur 5 Prozent der Bürger und Bürgerinnen nach wirtschaftlichen Kriterien abgestimmt haben. Angesichts der Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft stimmt mich das nachdenklich. Wir möchten unseren Beitrag leisten, um aufzuzeigen, wie wichtig eine gesunde Wirtschaft für das Wohl der Bevölkerung und unsere Institutionen ist.

Lässt sich dies auf Winterthur beziehungsweise die kommenden Wahlen herunterbrechen?

Wir haben im letzten Sommer den beruflichen Hintergrund der Stadtparlamentarier und -parlamentarierinnen analysiert. Es fällt auf, dass nur 31 von 60 Personen in der Privatwirtschaft arbeiten und Unternehmer und Industrievertreter leider deutlich untervertreten sind. Die Zahlen für das Kantonsparlament haben wir nicht aufbereitet, diese dürften vergleichbar sein.

Weshalb ist das wichtig?

Marktwirtschaftlich geführte Unternehmen müssen eigenverantwortlich agieren, immer innovativ sein und nach Effizienz streben, um verlässliche Arbeitgeber zu bleiben und auch um Mitarbeitern gute Löhne zahlen zu können. Dies generiert Steuern, mit welchen der Staat seinen Aufgaben nachkommen kann. Je grösser der Staatsapparat wird, umso schwieriger wird es für die Gesellschaft werden, da Ansprüche und Finanzierbarkeit auseinanderlaufen.

Ralph Peterli

«Je grösser der Staatsapparat wird, umso schwieriger wird es für die Gesellschaft werden, da Ansprüche und Finanzierbarkeit auseinanderlaufen»

Wie will die HAW dagegenhalten?

Der Kanton Zürich ist gefordert, seine Standort-Attraktivität zu halten. Gegeben die sich verschlechternde Wirtschaftslage haben wir uns zum Ziel gesetzt, Kandidaten und Kandidatinnen zu unterstützen, die einen Plan für die volkswirtschaftlichen Herausforderungen haben und sich für den Werkplatz einsetzen. Ich bin überzeugt, dass Exponenten mit wirtschaftlicher Erfahrung und ökonomischem Sachverstand für die Gesellschaft bessere Lösungen erarbeiten. Wichtig ist, dass dies den Bürgern und Bürgerinnen glaubwürdig erklärt wird.

Wie wurden die Kantonsrats-Kandidierenden eruiert, die Sie für die Wahlen empfehlen?

Die HAW hat den Spitzenkandidierenden von FDP, GLP, Mitte und SVP der Wahlkreise Winterthur Stadt und Land einen Fragbogen zugestellt und hat 35 Antworten erhalten. Nebst einer quantitativen Analyse durch den Vorstand wurden auch die bestehenden Sitze der Parteien pro Wahlkreis sowie der Listenplatz der Antwortenden in die Überlegungen einbezogen und Empfehlungen ausgesprochen.

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