Publiziert 16. Jan. 2023, 12:03
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Kantonsratswahlen 2023

Was ein Blick auf die Wahllisten verrät

Die Kantonsratswahlen stehen vor der Tür. Ein Blick auf die definitiven Wahllisten zeigt: Der Frauenanteil steigt weiter, die bisherigen Kandidierenden wollen ihre Sitze verteidigen.

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Ramona Kobe
Im Zürcher Rathaus könnten künftig mehr Frauen tagen.

Im Zürcher Rathaus könnten künftig mehr Frauen tagen.
zvg

Am 12. Februar 2023 wählen wir unsere Legislative neu. Heisst: Wir entscheiden, welche 180 Personen aus 18 verschiedenen Wahlkreisen in den Kantonsrat einziehen. Da es sich um eine Verhältniswahl – eine sogenannte Proporzwahl handelt –, entspricht der Anteil der Wählenden einer Partei dem Anteil der Mandate, welche die Partei bei der Wahl erhält. Am 5. Dezember ist die Frist für das Einreichen der Wahlvorschläge abgelaufen.

Insgesamt gingen in den 18 Wahlkreisen 1687 Kandidaturen auf 13 verschiedenen Listen ein. Davon sind 725 Frauen, was einem Anteil von 43 Prozent entspricht. Das sind rund 2 Prozentpunkt mehr als bei den letzten Gesamterneuerungswahlen 2019 und mehr als doppelt so viele wie 1979.

1687 Personen kandidieren für den Kantonsrat, darunter 725 Frauen.

1687 Personen kandidieren für den Kantonsrat, darunter 725 Frauen.
Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich

Die Kreise 1 und 2 der Stadt Zürich verzeichnen mit 49 Prozent am meisten Kandidatinnen. Am tiefsten ist der Frauenanteil mit 36,9 Prozent im Bezirk Pfäffikon. Die beiden Winterthurer Walkreise reihen sich dazwischen ein: Im Wahlkreis Winterthur-Land beträgt der Frauenanteil 42,2 Prozent, im Wahlkreis Winterthur-Stadt 45,9 Prozent.

In der Stadt ist der Frauenanteil grösser als auf dem Land.

In der Stadt ist der Frauenanteil grösser als auf dem Land.
Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich

Durchschnittsalter steigt

Wie die Auswertung durch Peter Moser, Leiter Analysen im Statistischen Amt, weiter zeigt, sind die Kandidierenden im Schnitt 47 Jahre alt. Langfristig steigt das Durchschnittsalter somit ganz leicht aber stetig an: 2007 betrug es noch 45 Jahre. Zwischen den Geschlechtern besteht dabei kein wesentlicher Unterschied, wohl aber sind die Bisherigen mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren etwa fünf Jahre älter als die Neukandidierenden. Am ältesten sind die Kandidierenden im Bezirk Andelfingen. Auffallend ist zudem, dass die Kandidierenden im Wahlkreis Winterthur-Stadt über 6 Jahre jünger sind als jene im Wahlkreis Winterthur-Land, wo sie durchschnittlich 49 Jahre alt sind.

Die Kandidierenden aus dem Wahlkreis Winterthur-Stadt sind im Durchschnitt 42,6 Jahre alt.

Die Kandidierenden aus dem Wahlkreis Winterthur-Stadt sind im Durchschnitt 42,6 Jahre alt.
Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich

Die Bisherigen wollen es noch mal wissen

Unter den 1687 Kandidierenden befinden sich 161 Bisherige. Im Wahlkreise Winterthur-Land treten alle sieben Bisherigen erneut an, im Wahlkreis Winterthur-Stadt zwölf der 13 Bisherigen. Sarah Akanji (SP) hat sich entschieden, sich nach vier Jahren aus dem Kantonsrat zurückzuziehen.

Gute Quote: In den beiden Winterthurer Wahlkreisen treten alle Bisherigen bis auf Sarah Akanji (SP) erneut zur Wahl an.

Gute Quote: In den beiden Winterthurer Wahlkreisen treten alle Bisherigen bis auf Sarah Akanji (SP) erneut zur Wahl an.
Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich

Eine Übersicht aller Kandidierenden findet sich auf der Website des Kantons Zürich.

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