Publiziert 01. Feb. 2022, 16:00
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Elternalltag: Ich gehöre dazu

Liebe Eltern

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red
Es lohnt sich, Kinder miteinzubeziehen – zumindest meistens.

Es lohnt sich, Kinder miteinzubeziehen – zumindest meistens.
Bild: Samuel Schuhmacher, www.samuelschuhmacher.ch

Vereine, Parteien und Gruppierungen sind im Moment hoch im Kurs. Viele von uns gehören gerne irgendwo und irgendwie dazu. Und wenn ich in einer Gruppe bin, geht es mir besser, wenn ich merke, dass ich in der Gruppe wahrgenommen werde, wenn ich etwas beitragen kann. Bei mir zumindest ist das so. Kann ich etwas beisteuern, fühle ich mich dazugehörig. Dies ist auf jeden Fall besser, als wenn mir jemand den ganzen Tag sagt, was ich zu tun habe und ich mich nicht einbringen kann. Wie ist das bei Ihnen? Wann merken Sie, dass Sie zu einer Gruppe dazu gehören und wie fühlen Sie sich dabei?

Auch Kinder wünschen sich das Gefühl, dass sie dazugehören. Sie möchten ein Teil der Familie sein – nicht nur den gleichen Namen haben und am selben Tisch essen. Sie möchten kleine Aufgaben innehaben und Verantwortung übernehmen können.

Fühlt sich ein Mensch zugehörig, ist ein Grundbedürfnis gestillt und er muss dies nicht auf eine negative Art einfordern. Wie kann das im Familienalltag praktisch aussehen?

Warum den Menüplan nicht zusammen mit den Kindern erstellen? Jedes Familienmitglied kann ein Menü bestimmen. Vielleicht gibt es Bildkarten mit den einzelnen Gemüsen, Salaten, Beilagen und allenfalls Fleisch, und das Kind kann das Menu auf diese Weise zusammenstellen. Da es sich bei der Gestaltung einbringen konnte, kann es sich anschliessend nicht über den Salat beschweren, da es ja selbst mitbestimmt hat. Ältere Kinder können auch ein Essen selbständig zubereiten.

Dieses Beispiel lässt sich beliebig auf andere Haushaltsaufgaben oder Entscheidungen übertragen. Warum nicht am Sonntagabend als Familie zusammensitzen und schauen, wer in der kommenden Woche für welches «Ärtbetli» zuständig ist?

So erleben die Kinder, dass sie etwas zum Familienalltag beitragen können und ihr Können gefragt ist. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, was ihnen als Erwachsene zugutekommt. Und klar, dass die Aufgaben dem Alter und Können des Kindes angepasst sind. Übrigens helfen schon kleine Kinder gerne mit.

Sind Kinder beteiligt, müssen sie weniger oft die Aufmerksamkeit und das Gefühl, dass sie dazu gehören, auf negative Art einholen, was den Alltag entspannen kann.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren.

Herzliche Grüsse
Barbara Pfeiffer,
zertifizierte STEP-Elternkursleiterin
, www.instep-online.ch

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