Publiziert 09. Mai 2023, 13:24
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Gut aufgestellt für die Zukunft

Gutes erstes Jahresergebnis der Raiffeisenbank Winterthur

Die Raiffeisenbank Winterthur erzielte im ersten Geschäftsjahr einen Gewinn von 1,03 Millionen Franken.

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George Stutz
Dr. Beat Schwab, Präsident des Verwaltungsrats und Gregor Knoblauch, Vorsitzender der Bankleitung (v.l.)

Dr. Beat Schwab, Präsident des Verwaltungsrats und Gregor Knoblauch, Vorsitzender der Bankleitung (v.l.)
zvg

Die Raiffeisenbank Winterthur hat das erste Jahr nach ihrer Verselbständigung mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Durch die Überführung in eine eigenständige Genossenschaftsbank am 20. Juni 2022 wurde das genossenschaftliche Prinzip geschärft und die lokale Verankerung gestärkt.

Publikation der Abschlusszahlen im ersten Geschäftsjahr

Die Raiffeisenbank Winterthur erzielte im ersten Geschäftsjahr einen Gewinn von 1,03 Millionen Franken. Die Bilanzsumme betrug 2,7 Milliarden Franken. Dank des grossen Vertrauens der Kundinnen und Kunden ist neues Genossenschaftskapital in der Höhe von 58,5 Millionen Franken zugeflossen. Im Kerngeschäft setzte sich das kontinuierliche Wachstum fort. Die Hypothekarforderungen beliefen sich auf 2,3 Milliarden Franken. Auch im Vorsorge- und Anlagegeschäft legte die Bank leicht zu.

Aufgrund der Verselbständigung werden keine Vorjahreswerte ausgewiesen. Die Übertragung der Aktiven und Verbindlichkeiten von Raiffeisen Schweiz erfolgte rückwirkend per 1. Januar 2022.

Erfreuliche Ertragsentwicklung

Die Ertragssituation war sehr erfreulich. Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft belief sich auf 21,99 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft betrug 3,95 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft lag bei 0,98 Millionen Franken. Insgesamt konnte ein Geschäftsertrag in der Höhe von 27,04 Millionen Franken ausgewiesen werden.

Der Geschäftsaufwand betrug im Kalenderjahr 2022 15,7 Millionen Franken. Einerseits unterstützte die Raiffeisenbank Winterthur lokale Projekte und Vereine mit ihrem Sponsoringengagement. Andererseits investierte die Bank in den Ausbau der physischen und digitalen Kundennähe. Dazu hat sie ihre Beratungsteams personell verstärkt. Per Jahresende beschäftigte die Raiffeisenbank Winterthur 67 Mitarbeitende, davon 6 Auszubildende und ein Trainee. Der Personalaufwand betrug 9,2 Millionen Franken, der Sachaufwand belief sich auf 6,6 Millionen Franken. Das Cost Income Ratio betrug 59,5 Prozent.

Wachstum im Bilanzgeschäft

Das Geschäftsvolumen der Raiffeisenbank Winterthur wächst. Die Kundeneinlagen beliefen sich Ende Kalenderjahr auf 1,6 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen lagen per Jahresende bei 2,3 Milliarden Franken. Die übrigen Forderungen gegenüber Kunden lagen Ende Kalenderjahr bei 30,6 Millionen Franken. In dieser Bilanzposition sind auch die Covid-19-Kredite an lokale Unternehmen enthalten, die während des Geschäftsjahrs 2020 im Rahmen des Garantieprogramms des Bundes ausbezahlt und teilweise bereits wieder zurückbezahlt wurden. Dank ihrer umsichtigen Kreditpolitik bestand bei der Raiffeisenbank Winterthur bis zum Jahresende kein erhöhter Wertberichtigungsbedarf für gefährdete Forderungen.

Gut aufgestellt für die Zukunft

Das wichtigste Element zur Kapitalisierung der eigenständigen Raiffeisenbank Winterthur war die Zeichnung von Genossenschaftsanteilscheinen durch die Kundinnen und Kunden, die damit Mitbesitzende der Genossenschaftsbank wurden. Zudem wird im genossenschaftlichen Modell ein Grossteil des Jahresgewinns in Form von Reserven thesauriert. Dies stärkt die Kapitalbasis der Raiffeisenbank Winterthur weiter.

Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten, der anhaltend hohen Inflation und der steigenden Rezessionsgefahr bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Raiffeisenbank Winterthur einen soliden Geschäftsgang.

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